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Das Glossar enthält eine Sammlung elementarer Grundbegriffe aus der weiten Welt der Ökonomie.

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Fachbegriff

Erklärung

Absatz

... alle Maßnahmen, die der Leistungsverwertung dienen
 

Abschreibung

Die Abschreibung ist eine Methode zur planmäßigen und außerplanmäßigen Verteilung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Vermögensgegenstände unter Berücksichtigung der voraussichtlichen oder eingetretenen Wertminderungen.

 

Nach den Ursachen der Abschreibung sind

  • handelsrechtliche Abschreibungen im Handelsgesetzbuch (HGB),

  • steuerrechtliche Abschreibungen im Einkommensteuergesetz (EStG) und

  • die Abschreibungen nach internationalem Recht in den IAS/IFRS-Standards

folgendermaßen geregelt:

 

Abschreibungsursachen

Handelsrecht

Steuerrecht

IFRS

Gewöhnliche Wertminderungen

(z. B. normaler technischer Verschleiß, ruhender Verschleiß, Fristablauf)

Planmäßige

Abschreibungen

Absetzungen für

Abnutzung (AfA)

Planmäßige

Abschreibungen

Außergewöhnliche Wertminderungen

(z. B. technischer Fortschritt, Katastrophenverschleiß, Preisverfall, Kursverlust, Nachfragerückgang, Bonitätsverlust des Schuldners)

Außerplanmäßige Abschreibungen

Abschreibungen für außergewöhnliche technische oder wirtschaftliche Abnutzung (AfaA) und Teilwertabschreibungen (TWA)

Außerplanmäßige        Abschreibungen

Vereinfachung von Buchführung und Bilanzierung

Nicht geregelt

(i.d.R. zulässig nach den GoB)

Sofort- oder Pool-abschreibungen geringwertiger Wirtschaftsgüter (GWG)

Nicht geregelt (i.d.R. zulässig nach dem Grundsatz der Materiality)

Wirtschaftspolitische Gründe

Nicht zulässig

Sonderabschreibungen

Nicht zulässig

 

Quelle: Bihler, Wolfgang/Schwadorf, Heike: Abschreibungen nach Handels-, Steuer- und internationalem Recht (IFRS). In: WISU 7/12, S. 948

 

Wir unterscheiden folgende Arten der Abschreibung:

 

Arten der Abschreibung

 Quelle

Handelsrechtliche Abschreibung (§ 253 HGB)

Steuerrechtliche Abschreibung (§ 7 EStG)

Zweck

Bilanzielle Abschreibung

Kalkulatorische Abschreibung

Buchung

Direkte Abschreibung

Indirekte Abschreibung

Anzahl

Einzelabschreibung

Gruppen- oder Sammelabschreibung

Planmäßigkeit

Planmäßige Abschreibung

Außerplanmäßige Abschreibung

Methode Zeitabhängige Abschreibung Linear (gleich bleibende Abschreibungsbeträge)
Progressiv (steigende Abschreibungsbeträge)

Degressiv (fallende
   Abschreibungsbeträge)

Geometrisch-degressiv
Arithmetisch-degressiv

Leistungsabhängige Abschreibung

Verbrauchsmengenabhängig (technisch bedingt)

Ertragsabhängig (ökonomisch bedingt)

 

 

Bei der geometrisch-degressiven Abschreibung (Buchwertabschreibung) wird die Abschreibung von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten berechnet. In den folgenden Jahren erfolgt die Abschreibung mit einem gleich bleibenden Abschreibungssatz (Prozentsatz) vom jeweiligen (fallenden) Restbuchwert.

 

Pro-rata-temporis-Regel (zeitanteilige Abschreibung, monatsgenaue Abschreibung)
Im Jahr der Anschaffung oder Herstellung des Wirtschaftsguts vermindert sich für dieses Jahr der Absetzungsbetrag um jeweils ein Zwölftel für jeden vollen Monat, der dem Monat der
Anschaffung oder Herstellung vorangeht (§ 7 Abs. 1 Satz 4 EStG).

 

Dagegen kann in der Kostenrechnung bei der kalkulatorischen Abschreibung zum Zweck der Preisermittlung auch ein höherer Abschreibungsprozentsatz gewählt werden.

 

Beispiel:

Anschaffungskosten: 20.000,00 Euro

Nutzungsdauer 4 Jahre

kalkulatorischer Abschreibungssatz 40 %

Wie hoch sind die jährlichen Abschreibungsbeträge?

 

Lösung:

 

Degressive Abschreibung

Jahr

Buchwert

Abschreibungssatz

Abschreibungsbetrag

Restbuchwert

1

20.000 €

40 %

8.000 €

12.000 €

2

12.000 €

40 %

4.800 €

7.200 €

3

  7.200 €

40 %

2.880 €

4.320 €

4

  4.320 €

40 %

1.728 €

2.592 €

 

Dieses Verfahren führt also nicht zum Restwert Null (unendliche Abschreibung).

 

Bei der linearen Abschreibung wird die Abschreibungssumme (Anschaffungs- oder Herstellungskosten ./. Restwert) in gleich bleibenden Beträgen auf die einzelnen Perioden des Nutzungszeitraums verteilt.

 

Beispiel:

Die Anschaffungskosten einer technischen Anlage mit einer erwarteten Nutzungsdauer von
4 Jahren betragen 21.000 €. Es wird von einem Schrottwert von 1.000 € gerechnet.

Erstellen Sie einen Abschreibungsplan für den gesamten Abschreibungszeitraum.

Lösung:

 

Jahr

Buchwert

Abschreibungsbetrag

Restbuchwert

1

20.000 €

5.000 €

15.000 €

2

15.000 €

5.000 €

10.000 €

3

10.000 €

5.000 €

  5.000 €

4

  5.000 €

5.000 €

        0 €

 

Befindet sich die Anlage nach Ablauf der ursprünglich erwarteten Nutzungsdauer noch immer im Betrieb, so ist sie mit einem Erinnerungswert von 1 € im Anlagenkonto auszuweisen.

 

Wichtig zu wissen: Neuerungen ab 2008

 

Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten (AHK) bis zu 150 EUR: Diese sind zwingend als sofortige Betriebsausgabe zu buchen. Für alle eigenständig nutzbaren Wirtschaftsgüter, deren AHK sich im Bereich 151 EUR-1.000 EUR bewegen, ist ein Sammelposten zu bilden. Dieser ist über 5 Jahre gewinnmindernd aufzulösen. Besondere Aufzeichnungspflichten entfallen.

 

Für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens darf die degressive AfA aus Gründen der Erhöhung des Steueraufkommens steuerrechtlich nicht mehr angewandt werden, sondern generell nur noch die lineare AfA. Dagegen sind handelsrechtlich beide Abschreibungsmethoden (lineare und degressive Abschreibung) zur Erstellung der Handelsbilanz erlaubt.

 

Soll Euro an Haben Euro
 
Buchung bei AHK bis einschließlich 150 EUR:
GWG (bis 150 EUR)
Vorsteuer
    Bank oder
Verbindlichkeiten
 
 
Buchung bei AHK von mehr als 150 EUR und maximal 1.000 EUR:
GWG
(151 EUR bis 1.000 EUR)
Vorsteuer
    Bank oder
Verbindlichkeiten
 
 
In den folgenden 5 Jahren ist dieser Posten aufzulösen:
Aufwand aus Auflösung GWG
(151 EUR bis 1.000 EUR)
    GWG
(151 EUR bis 1.000 EUR)
 
 
 

Abteilung

... organisatorische Einheit, in der mehrere gleichartige Stellen unter einheitlicher Leitung zusammengefasst sind

 

AIDA

... Konzept zur Erklärung der Wirkung von Werbemaßnahmen. Die vier Anfangsbuchstaben des Akronyms kennzeichnen die Phasen, die von den Kunden idealtypisch bei der Werbung durchlaufen werden.

 

Phasen

Erklärung

Beispiel

A

Attention
(Aufmerksamkeit)

Der Kunde wird auf ein Produkt aufmerksam.

I

Interest
(Interesse)

Der Kunde interessiert sich für das Produkt-

D

Desire
(Wunsch)

Der Kunde wünscht sich dieses Produkt;
er möchte es erwerben.

A

Action
(Aktion)

Der Kunde erwirbt (z. B. kauft) das Produkt.

 

Akquise

... alle Maßnahmen, die darauf abzielen, neue Kunden und Aufträge zu gewinnen.
 

Aktie

... Anteilschein am Grundkapital einer Aktiengesellschaft
 

Akzept

... schriftliche Annahmeerklärung des Bezogenen auf dem Wechsel. Erst durch das Akzept wird der Bezogene zum Wechselschuldner.

Anlagevermögen

Dem Anlagevermögen sind alle Vermögensgegenstände zuzurechnen, die am Abschlussstichtag bestimmt sind, langfristig bzw. auf Dauer dem Geschäftsbetrieb zu dienen.

Bei Anlagegegenständen handelt es sich um Gebrauchsgüter, d.h., es liegt eine Mehrfachnutzung durch Gebrauch vor.

Anleihen

Dabei handelt es sich um die langfristige Kreditaufnahme (Fremdkapital) durch die Ausgabe von Schuldverschreibungen.

Anschaffungskosten

... umfassen gemäß der Legaldefinition in § 255 Abs. 1 HGB alle einzeln zuzuordnenden Aufwendungen, die geleistet werden, um einen Vermögensgegenstand zu erwerben und ihn in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen.

 

Berechnung der Anschaffungskosten nach Handelsrecht (§ 255 Abs. 1 HGB)

 

Anschaffungspreis

+

Anschaffungsnebenkosten (z. B. Transport-, Montagekosten)

+

Nachträgliche Anschaffungskosten (z. B. Umbaukosten)

-

Anschaffungspreisminderungen (z. B. Rabatte, Skonti)

=

Anschaffungskosten

 

Anzahlungen

... sind Vorleistungen eines Vertragspartners aufgrund abgeschlossener Lieferungs- und Leistungsverträge, wobei die Lieferung oder Leistung noch aussteht.

ARIS

... Architektur integrierter Informationssysteme (A.-W. Scheer, 1991)

ASP

... Application Service Providing
Das Programm liegt auf dem Server des Providers (Anbieter) und Kunden greifen darauf über das Internet zu.
Vorteil: ASP ist meist kostengünstig und mit geringem Aufwand zu installieren

Aufwand

... bewerteter Verbrauch (Verzehr) von Gütern und Dienstleistungen in einer Periode
(z.B. Zahlung betrieblicher Steuern)

Ausgabe

... geldmäßiges Äquivalent zugegangener Güter und Dienstleistungen in einer Periode (= Auszahlung + Kreditvorgänge), z.B. Kauf von Rohstoffen auf Ziel (Lieferantenkredit)

Ausleihungen

... Forderungen, die ausschließlich auf die Hingabe von Kapital zurückgehen, also reine Finanzinvestitionen, z.B. Darlehen, aber keine langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Auszahlung

... Abfluss liquider Mittel (Bargeld oder Giralmittel) in einer Periode, z.B. Barentnahme, Barkauf von Produktionsfaktoren

Auszahlungsbetrag

... Ergebnis aus dem Nettoentgelt unter Berücksichtigung des Arbeitnehmeranteils der vermögenswirksamen Leistungen, Vorschüssen, Pfändungen usw.

Bareinkaufspreis

... Differenz zwischen Zieleinkaufspreis und Lieferer-Skonto

 

Barwert

... Betrag, der z.B. beim Wechseldiskontieren auf dem Bankkonto  gutgeschrieben wird.

Berechnung:     

    Barwert = Wechselbetrag abzüglich Diskont und evtl. Gebühren

Bedarf

... alle erfüllbaren Wünsche (z.B. mit finanziellen Mitteln)

 

Bedürfnisse

... alle Wünsche oder Mangelempfindungen mit dem Bestreben, diese Mängel zu beseitigen.

Welcher Zusammenhang besteht zwischen den Begriffen: Bedürfnisse - Bedarf - Nachfrage?

 

 

 

Bild:  Bedürfnisse - Bedarf - Nachfrage

Bedürfnispyramide

Generell ist der Mensch ein Wesen, das geprägt ist durch eine Vielzahl von Wünschen. Diese Wünsche bzw. Mangelempfindungen bezeichnet man wirtschaftlich als Bedürfnisse.

Je nach Intensität des Mangelzustandes ist der Mensch bestrebt, das Gefühl des Mangels
(z. B. Hunger-, Durst-, Hitze-, Kälte-, Unsicherheits-, Minderwertigkeitsgefühle) zu beseitigen
(Bedürfnisbefriedigung).

 

Nach dem Konzept des amerikanischen Psychologen Abraham Harold Maslow (1908 – 1970) lassen sich die Bedürfnisse des Menschen in nf Bedürfniskategorien (physiologische Bedürfnisse, Sicherheitsbedürfnisse, Zugehörigkeitsbedürfnisse, Wertschätzungsbedürfnisse, Bedürfnis nach Selbstverwirklichung) differenzieren (Bild).

 

Die Bedürfnisse sind nach der Dringlichkeit hierarchisch strukturiert, das heißt, höher angeordnete Bedürfnisse werden erst dann handlungsrelevant, wenn die tiefer angesiedelten Bedürfnisse befriedigt sind.

 

Das menschliche Streben ist darauf gerichtet, die Defizitbedürfnisse (d. h. die vier unteren Kategorien in der fünfstufigen Pyramide zu befriedigen, um letztlich auf der Stufe der Selbstverwirklichung die individuellen Fähigkeiten, Interessen und Begabungen entfalten.

Die erste Stufe der Bedürfnispyramide umfasst die physiologischen Bedürfnisse, deren Befriedigung der Selbsterhaltung des Individuums dient. Diese auch als  primäre Bedürfnisse (Triebe) bezeichneten Mangelempfindungen gelten als genetisch vorgeformt, physiologisch bedingt und als nicht gelernt.

 

Auf den nächsten Stufen befinden sich die so genannten sekundären Bedürfnisse (Strebungen), deren Inhalte sowie die Art und Weise der Mangelbeseitigung erst durch Lernprozesse internalisiert werden (Bild):

  • Bedürfnisse nach Sicherheit

  • Bedürfnisse nach Zugehörigkeit und Liebe

  •  Bedürfnisse nach Achtung

  •  Bedürfnisse nach Selbstverwirklichung

 

 

Bild:  Bedürfnispyramide nach Maslow

Belege

... sind beweiskräftige schriftliche Aufzeichnungen (Urkunden) über wirtschaftliche Vorgänge verschiedenster Art (Geschäftsvorfälle) und die Grundlage für die Buchung eines Geschäftsvorfalls.

Besitzwechsel

... liegen vor, wenn wir selbst Zahlungsempfänger (Remittent) sind.

 

Beteiligungen

... sind nach § 271 Abs. 1 Satz 1 HGB Anteile an anderen Unternehmen, die bestimmt sind, dem eigenen Geschäftsbetrieb durch Herstellung einer dauernden Verbindung zu dienen.

Betriebsabrechnungsbogen (BAB)

... eine tabellarische Darstellung der Kostenstellenrechnung, wobei senkrecht nach Gemeinkostenarten und waagrecht nach Kostenbereichen bzw. Kostenstellen gegliedert wird.

Beispiel:

 

 

Bild:  BAB (Spreadsheet)

Betriebsstatistik

... befasst sich mit der Anwendung statistischer Verfahren und Methoden auf Vorgänge innerhalb und außerhalb des Unternehmens.

Betriebsstoffe

... Materialien, die zur Ingangsetzung der produktiven Anlagen erforderlich sind. Sie werden bei der Produktion verbraucht, ohne in das Fertigerzeugnis einzugehen (z.B. Öle, Fette, Schmierstoffe, Reinigungsmittel). Betriebsstoffe werden wie Hilfsstoffe als Gemeinkosten den Erzeugnissen zugerechnet.

Betriebsvergleich

... vergleichende Betrachtung betrieblicher Daten mit den entsprechenden Daten eines oder mehrerer anderer Betriebe oder mit dem Durchschnitt anderer Betriebe

Bewertung

... ist die Wertermittlung der Vermögensgegenstände und Schulden (Verbindlichkeiten)

 

Bezugskalkulation

Ermittlung des Bezugspreises (Einstandspreis) durch Subtraktion der im Einkauf erhaltenen Nachlässe (Liefererrabatt und Liefererskonto) und Addition der im Einkauf entstandenen Bezugskosten (z.B. Transportkosten, Verpackungskosten, Porto)

Bezugskosten

... Nebenkosten der Beschaffung (z.B. Frachtkosten, Versicherungsbeiträge, Verwaltungskosten, Kosten der Beschaffungsstelle)

Bezugskosten
pro Mengeneinheit

... Ergebnis der Division der Bezugskosten pro Bezugsmenge durch die Bezugsmenge

Bezugsmenge

... Menge, der beim Lieferer bestellten Sachgüter oder Dienstleistungen

 

Bezugspreis
(Einstandspreis)
pro Bezugsmenge

... Ergebnis der Bezugskalkulation pro Bezugsmenge.
Was kostet der Bezug einer bestimmten Ware oder Dienstleistung insgesamt?

Bilanz

Die Bilanz (lat. bilanx, zweiseitige Waage) ist die art- und wertmäßige sowie gruppierte Gegenüberstellung der Aktiva (Vermögen) und Passiva (Eigenkapital und Schulden) eines Unternehmens zum Bilanzstichtag.

Bilanzanalyse
 

... Aufbereitung und Strukturierung der Bilanz

Bilanzkritik
 

... kritische Untersuchung und Auswertung der Bilanz

Bilanztheorien
 

... untersuchen den Zweck und die Aufgaben der Bilanz und leiten daraus den Aufbau und die Bewertung der einzelnen Posten der Bilanz ab.

Black-Box-Modell
 

... Betriebe sind sozio-technische Systeme. Das Systemmodell Betrieb mag für einen externen Beobachter zunächst wie eine Black Box erscheinen, die über Eingänge (Input) und Ausgänge (Output) mit dem betrieblichen Umfeld in Beziehung steht (Bild).

 

 

Bild:  Einfaches Black-Box-Modell

 

Die internen wechselseitigen Beziehungen (Relationen) zwischen den einzelnen Systemelementen und Subsystemen sowie die Systemfunktionen und Systemprozesse lassen sich aber durch nähere Fokussierung auf das Beobachtungsobjekt transparent gestalten.

 

Grundfunktionen (Aufgaben) des Betriebes lassen sich auf die beiden betrieblichen Grundströme:

  • Leistungsstrom (Güterstrom) und

  • Finanzstrom (Geldstrom)

zurückführen (Bild).

Der Leistungsstrom (Güterstrom, Input - Output) beginnt auf den Beschaffungsmärkten mit der Beschaffung von Produktionsfaktoren (menschliche Arbeitsleistungen, Betriebsmittel, Werkstoffe, Informationen, Zusatzfaktoren), durchfließt im Unternehmen die einzelnen Produktionsphasen und endet mit dem Verkauf der betrieblichen Leistungen auf den Absatzmärkten.

Der Finanzstrom (Geldstrom, Einzahlungen - Auszahlungen) fließt in entgegengesetzter Richtung. Die durch den Verkauf der Sachleistungen (materielle Güter) und Dienstleistungen (immaterielle Güter) erzielten Erlöse führen zu einer Zunahme der Finanzmittel. Das nach Bezahlung der Vorleistungen noch verbleibende Kapital kann im Unternehmen für investive Zwecke verwendet werden.

Zwischen dem Betrieb und seinem Umfeld (z. B. Kunden, Lieferanten, Banken, Versicherungen, Staat, übrige Welt) besteht ein spezifisches Beziehungsgeflecht.

 

 

Bild:  Erweitertes Black-Box-Modell

Bonus
 

... ist ein nachträglich gewährter Nachlass, z. B. für die Abnahme einer bestimmten Warenmenge innerhalb eines bestimmten Zeitraums.

Break-even-Point
 

Der Break-even-Point (auch: Gewinnschwelle, Nutzenschwelle, Deckungspunkt) ist der Beschäftigungsgrad, bei dem die Summe der Erlöse gleich der Summe aller Kosten ist.

 

 

Bild:  Break-even-Point-Analyse (ActivBoard)

Bruttoentgelt,

Bruttobezüge
 

Es sind folgende Arten von Bruttobezügen zu unterscheiden:

  • Lohn/Gehalt
    Gewerbliche Arbeitnehmer erhalten Lohn. Gehalt wird Angestellten gezahlt.

  •  Ausbildungsvergütung
    Zahlung an Auszubildende gemäß Ausbildungsvertrag.

  •  Zulagen/Zuschläge/Zuschüsse

  • Sonstige Bezüge

Zulagen sind Leistungen des Arbeitgebers, die zusätzlich zum vereinbarten Grundlohn

oder Grundgehalt gezahlt werden, z. B.

Erschwerniszulagen (zum Ausgleich für besondere Belastungen, z. B. Hitzezulage

Funktionszulagen (wegen Übernahme zusätzlicher Verantwortung)

Leistungszulagen (nach Bewertung der Arbeitsleistung)

Persönliche Zulagen (z. B. für Betriebszugehörigkeit)

Sozialzulagen (z. B. Kinder- und Ortszulagen)

 

Zuschläge sind ebenfalls zusätzliche Zahlungen des Arbeitgebers, mit denen besondere Leistungen oder Belastungen des Arbeitnehmers abgegolten werden,
z. B. Überstundenzuschläge, Zuschläge für Nachtarbeit oder Zuschläge für Sonn- und Feiertagsarbeit.

 

Zuschüsse werden z. B. zu vermögenswirksamen Leistungen gezahlt.

 

Bei den sonstigen Bezügen handelt es sich um einmalige oder nicht regelmäßig anfallende Bezüge, z. B. Weihnachts- und Urlaubsgeld.

Bruttoinlandsprodukt, Bruttosozialprodukt

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) umfasst den Wert aller in einem Jahr erzeugten Sachgüter und erbrachten Dienstleistungen. Dieses Gesamtergebnis ermöglicht einen internationalen Vergleich der wirtschaftlichen Leistungskraft von Ländern. Berechnet wird das BIP vom Statistischen Bundesamt.

Das BIP bezieht sich auch auf Güter, die Ausländer und ausländische Unternehmen im Inland erstellen. Damit unterscheidet es sich vom Bruttosozialprodukt (BSP), das nur Inländer, also die ständigen Bewohner eines Landes, berücksichtigt. Das BSP umfasst außerdem Güter und Leistungen, die Inländer im Ausland erzeugen oder erbringen.

Das BIP pro Kopf ist ein Indikator für den Lebensstandard eines Landes. Es wird berechnet, indem man das BIP durch die Einwohnerzahl dividiert.

Quelle: http://www.wirtschaftswiki.de

Bücher der Doppik

Zu den Büchern der doppelten Buchhaltung gehören die Systembücher und die Nebenbücher.

In den Systembüchern (Inventar- und Bilanzbuch, Grundbuch, Hauptbuch) wird der Wertefluss von der Eröffnungsbilanz bis zur Schlussbilanz systematisch festgehalten. Dagegen werden in den Nebenbüchern (z. B. Kassenbuch, Lohn- und Gehaltsbuchhaltung, Lagerbuch, Kontokorrentbuch) bestimmte Geschäftsfälle gesammelt, die in periodischen Abständen auf ein adäquates Sachkonto des Hauptbuches in Sammelbuchungen übertragen.

Buchführung

... planmäßige, lückenlose, zeitgerechte und ordnungsmäßige Erfassung und Aufzeichnung (Buchung) der Geschäftsvorfälle eines Unternehmens.

Das Werk von Luca Pacioli "Summa de Arithmetica Geometria Proportioni et Proportionalita" (1494) gilt als die älteste systematische Darstellung der doppelten Buchhaltung.

Buchungssatz

... sprachliche Vereinbarung, die angibt, auf welchen Konten zu buchen ist
 

Business Process
Reengineering

... Michael Hammer und James Champy rücken den Kunden in den Mittelpunkt aller Prozesse und definieren ihre Management-Methode wie folgt:

"Reengineering is the fundamental rethinking and radical redesign of business processes to achieve dramatic improvements in critical, contemporary measures of performance, such as cost, quality, service, and speed."

Cashflow

Der Cashflow (Kassenzufluss) ist eine Kennzahl, die angibt, wie viel Mittel in der Abrechnungsperiode selbst erwirtschaftet wurden und frei verfügbar sind für die

  • Finanzierung von Investitionen,

  •  Schuldentilgung und

  • Gewinnausschüttung (Dividende).

Der Cashflow ist ein Maßstab für die Ertragskraft.

CIM

... Computer Integrated Manufacturing

 

Controlling

Controlling (engl. to control = steuern) ist die Bezeichnung für ein funktionsübergreifendes Führungsinstrument, das die Geschäftsführung und die Führungskräfte aller Ebenen eines Unternehmens bei ihren Entscheidungen unterstützt. Das Management besitzt damit ein Werkzeug, das Planungs-, Kontroll- und Steuerungsaufgaben übernimmt.

CRM

... Customer Relationship Management
 

Damnum

... Differenz zwischen dem niedrigeren Auszahlung- und dem höheren Rückzahlungsbetrag
(auch: Diagio, Abgeld)

Darlehen

... Hingabe von Geld oder anderen vertretbaren Sachen (= Sachen, die im Verkehr nach Zahl, Maß oder Gewicht bestimmt zu werden pflegen) seitens eines Darlehensgebers (Darleiher) an einen Darlehensnehmer.

Nach § 607 Abs. 1 BGB ist der Darlehensnehmer verpflichtet, das Empfangene in Sachen von gleicher Art, Güte und Menge dem Darleiher zurückzuerstatten.

Dashboard

Dashboards (engl. Armaturenbrett im Auto) sammeln mittels webbasierter Technologien Daten, bereiten diese kennzahlenorientiert auf und stellen die Ergebnisse der Auswertung grafisch dar.

Die Transparenz von Geschäftsprozessen wird dadurch erhöht und Entscheidungsträgern ist es möglich, steuernd in laufende Prozesse einzugreifen.

Beispiel:
Zeigt ein Dashboard, dass Kunden Angebote erhalten haben, die noch nicht zu einem Abschluss führten, kann z.B. der CEO selbst eingreifen. Er ruft den zuständigen Mitarbeiter an und informiert sich über den Stand der Verhandlungen. Wenn er es für nötig hält, führt er das nächste Verkaufsgespräch selbst. Die aktuellen Zahlen, die die Vertriebsmitarbeiter erzielen, sind für ihn ständig sichtbar, neben den Star-Verkäufern zeigt das Dashboard auch die Namen der schlechtesten. (Quelle: WIWO 20/06, S. 111 f.)

Deckungsbeitrag

... Differenz zwischen dem Verkaufspreis und den variablen Kosten
Er zeigt, welchen Beitrag der Erlös eines Kostenträgers (Produkt oder Dienstleistung) zur Deckung der Fixkosten und zur Erzielung des Betriebsgewinns leistet.

Disagio
 

Siehe Damnum

Diskont

... Zinsabzug, den man bei der Diskontierung für die Zeit vom Abrechnungs- bis zum Verfalltag bezahlen muss

Diskontierung
 

... Verkauf von Wechseln an die Bank, die dabei Diskont abzieht

Dividende

... der auf eine Aktie entfallende Gewinnanteil. Er wird in einem bestimmten Prozentsatz vom Nennwert der Aktie angegeben.

Dividendenpapiere

Dividendenpapiere (z.B. Aktien) bringen dem Inhaber keinen festen Ertrag, weil die ausbezahlte Dividende von Jahr zu Jahr schwanken kann.

Doppik

Doppelte Buchhaltung/Buchführung (Doppik) bedeutet, dass jede durch einen Geschäftsvorfall ausgelöste belegmäßige Buchung mindestens zwei Konten (Soll- und Habenbuchung) berührt und die Ermittlung des Periodenerfolgs auf zweifache Weise erfolgt, und zwar durch Betriebsvermögensvergleich gemäß § 4 Abs. 1 EStG in der Bilanz und durch die Differenz von Erträgen und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung.

ECM

... Enterprise Content Management;
Dokumentenmanagement; elektronischer Aktenschrank, der ganze Arbeitsabläufe automatisiert - vom digitalisierten Posteingang bis zum Online-Dokumentenzugriff

Eigenkapital

... Kapitalbetrag, den die Eigentümer eines Unternehmens bis zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung zur Verfügung gestellt haben.

Einlagen

... Wirtschaftsgüter, die bisher kein Betriebsvermögen waren und nun dem Gewerbebetrieb eines Unternehmens zugeführt werden. Dazu gehören: Geld-, Sacheinlagen und Nutzungen des Privatvermögens für betriebliche Zwecke.

Einnahme

... geldmäßiges Äquivalent abgegangener Güter und Dienstleistungen in einer Periode
(= Einzahlung + Kreditvorgänge), z.B. Rückzahlung eines gewährten Kredits.

Einzahlung

... Zufluss liquider Mittel (Bargeld oder Giralmittel) in einer Periode), z.B. Bareinlage, Barverkauf von Waren

Entgeltabrechnung

Die Berechnung von Löhnen, Gehältern, Ausbildungsvergütungen usw. erfolgt auf der Grundlage vertraglicher Vereinbarungen und gesetzlicher Vorschriften.

Entnahmen

... alle Wirtschaftsgüter (Barentnahmen, Waren, Erzeugnisse, Nutzungen und Leistungen), die der Unternehmer dem Betrieb für sich, für seinen Haushalt oder für andere betriebsfremde Zwecke im Laufe des Wirtschaftsjahrs entnommen hat

Erlös

Der Erlös (auch: Umsatz) ist der in Geldeinheiten ausgedrückte Wert verkaufter Sachgüter oder Dienstleistungen pro Periode oder pro Kostenträger.

Ertrag

... bewerteter Zugang von Gütern und Dienstleistungen in einer Periode, z.B. Erhalt von Gebäudemiete

ERP

... Enterprise Resource Planning (ERP)
Standardanwendungssoftware, die auf einer gemeinsamen Datenbasis beruht, möglichst viele betriebswirtschaftliche Prozesse unterstützt und damit die operativen Grundfunktionen des Unternehmens bereitstellt.

Typische Beispiele sind Produktionsplanung und -steuerung, Einkauf und Logistik, Vertrieb und Versand sowie Querschnittsbereiche wie Finanzwesen, Controlling und Personalwirtschaft.
(WISU 6/05, S. 796 ff.)

Factoring

Factoring ist ein Finanzierungsgeschäft, in dessen Rahmen eine Hersteller- oder Handelsfirma ihre Forderungen aus Warenlieferungen und Dienstleistungen fortwährend oder einmalig an ein spezialisiertes Finanzierungsinstitut, den so genannten Factor, abtritt.

Der Betrag, den die Factoringgesellschaft (Factor) an den Verkäufer (Hersteller, Handelsfirma) überweist, wird i.d.R. wie folgt berechnet:

 

Berechnung des Überweisungsbetrages

 -

Forderungsbetrag

-

Sicherungseinbehalt (10 bis 20 % der Forderung)

-

Factoringgebühr (0,5 bis 2,5 % der Forderung)

-

Delkrederegebühr (0,4 % der Forderung)
- Zinsen
- (evtl. Wchselkurssicherungskosten)
=

Überweisungsbetrag

 

Fertige Erzeugnisse

... sind die im Unternehmen hergestellten und verkaufsfähigen Produkte. Erst die "versandfertigen" Vorräte werden als Fertigerzeugnisse bilanziert. 

Fertigungsverfahren

Die nachstehende Übersicht gibt einen Überblick über die verschiedenen Verfahren der Fertigung:

 

Fertigungsverfahren

Fertigungsarten

Serienfertigung nacheinander (sukzessiv)

nebeneinander (simultan)

Serienfertigung

Kleinserie

Großserie

Sortenfertigung

 

Sorte

Partie

Charge

Massenfertigung

einfache

mehrfache
Fertigungstypen Werkbankfertigung
Werkstattfertigung
Fließfertigung
Gruppenfertigung
Baustellenfertigung
Fertigungstechniken Manuelle Fertigung
Mechanisierte Fertigung
Automatisierte/automatische Fertigung

 

Festverzinsliche Wertpapiere

... (z. B. Anleihen, Pfandbriefe, Obligationen) bringen dem Inhaber einen festen Ertrag.
 

Finanzierung

... zielorientierte Kapitalbeschaffung und/oder Kapitalumschichtung
 

Firma

Die Firma eines Kaufmanns ist der Name, unter dem er seine Geschäfte betreibt und die Unterschrift abgibt (§ 17 Abs. 1 HGB).

Ein Kaufmann kann unter seiner Firma klagen und verklagt werden (§ 17 Abs. 2 HGB).

Fixe Kosten

Fixe Kosten sind von einer kurzfristigen Beschäftigungsänderung bzw. Änderung der Ausbringungsmenge unabhängige Kosten.

 

Wir unterscheiden folgende Arten von fixen Kosten:

  • Absolut fixe Kosten fallen zur Aufrechterhaltung der Betriebsbereitschaft an
    (z.B. Kfz-Steuern, Versicherungsprämien, Mieten und Leasingbeiträge).

  • Intervallfixe Kosten verändern sich bei unterschiedlichen Beschäftigungsobergrenzen oder Beschäftigungsuntergrenzen sprunghaft (z.B. zusätzliche Einstellung eines Mitarbeiters, zusätzliche Anmietung einer Lagerhalle).

Forderungen

Zu den "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" zählen Ansprüche aus Liefer-, Werks-, Dienst- und ähnlichen Verträgen, die vom bilanzierenden Unternehmen bereits erfüllt worden sind, aber die Gegenleistung durch den Schuldner (Zahlung des Rechnungsbetrages) noch aussteht.

Franchise, Franchising

Franchising ist ein vertikal-kooperativ organisiertes Absatzsystem rechtlich selbstständiger Unternehmer auf der Basis eines vertraglichen Dauerschuldverhältnisses.
Dieses System tritt auf dem Markt einheitlich auf und wird geprägt durch das arbeitsteilige Leistungsprogramm der Systempartner sowie durch ein Weisungs- und Kontrollsystem zur Sicherstellung eines systemkonformen Verhaltens.
Das Leistungsprogramm des Franchise-Gebers besteht aus einem Beschaffungs-, Absatz- und Organisationskonzept, dem Nutzungsrecht an Schutzrechten, der Ausbildung des Franchise-Nehmers und der Verpflichtung des Franchise-Gebers, den Franchise-Nehmer laufend und aktiv zu unterstützen und das Konzept ständig weiterzuentwickeln.
Der Franchise-Nehmer ist im eigenen Namen und auf eigene Rechnung tätig; er hat das Recht und die Pflicht, das Franchise-Paket gegen Entgelt zu nutzen. Als Leistungsbeitrag liefert er Arbeit, Kapital und Information.

Quelle: Deutscher Franchise Verband (DFV)

 

Freizeichnungsklausel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


"Liebe Kundinnen, liebe Kunden!

 

Da wir überwiegend Sonderposten einkaufen und diese sehr günstig an Sie weiterwegen, kann es vorkommen, dass diese sehr schnell vergriffen sind.

 

Wir setzen uns jedoch dafür ein, Waren in ausreichenden Mengen bereitzustellen. Doch trotz sorgfältiger Planung kann es vorkommen, dass wegen hoher Nachfrage am 1. Werbetrag Artikel ausverkauft sind. Wirt bitten daher um Verständnis.

 

Wir können auch keine Haftung für Druckfehler und Irrtümer übernehmen. Bei Abbildungen sind Abweichungen möglich.

 

Verkauf solange Vorräte reichen. Verkauf in handelsüblichen Menge."

 

Quelle: Picksraus


Fremdkapital

... Kapitalbetrag, den die Unternehmung Dritten schuldet.
 

Führung

Führung ist die

  • zielorientierte Gestaltung von Unternehmen (= Unternehmensführung) bzw.

  • zielorientierte Beeinflussung von Personen (= Personalführung).

Quelle: Bea/Dichtl/Schweitzer: Allgemeine Betriebswirtschaftslehre. Bd. 2: Führung 

Fusion

... ist die Verschmelzung mehrerer Unternehmungen, die ihre wirtschaftliche und rechtliche Selbstständigkeit aufgeben.

Geomarketing

... ist ein Instrument zur Planung und Steuerung von Standorten, Vertriebsgebieten und Transportwegen.

Mittels geographischer Informationssysteme (GIS) können Regionen und Orte näher betrachtet und aus Unternehmenssicht ausgewertet werden.

Ebenso lassen sich durch Geomarketing neue Märkte erschließen, Kundenbindung und -quise betrieben werden.

Durch die vielen verfügbaren Geodaten können zahlreiche Anhaltspunkte für Mediaplanung, Werbung und Verkaufsförderung gewonnen werden.

Weitere Informationen unter:

www.wuv.de

www.standortcheck.de

Quelle: Cloud Computing, Nr. 2/06_2012, MEDIA PLANET

Geschäfts(vor)fälle

... wirtschaftliche oder rechtliche Tatbestände, die zu einer wertmäßigen Veränderung der Vermögens- und/oder Schuldbestände des Unternehmens führen

Geschäftsprozess

... eine zusammengehörende Abfolge von Unternehmungsverrichtungen zum Zweck einer Leistungserstellung. Ausgang und Ergebnis des Geschäftsprozesses ist eine Leistung, die von einem internen oder externen "Kunden" angefordert und abgenommen wird. (A.-W. Scheer)

Gewerbe

... ist nach § 15 Abs. 2 Einkommensteuergesetz (EStG) jede selbstständige Tätigkeit, die nach außen erkennbar und auf Dauer angelegt ist sowie in erlaubter Weise mit Gewinnerzielungsabsicht und nicht als freier Beruf betrieben wird.

Gewinnrücklagen

Als Gewinnrücklagen dürfen nur Beträge ausgewiesen werden, die im Geschäftsjahr oder früher aus dem Ergebnis (von innen) gebildet worden sind.

Dazu gehören aus dem Ergebnis zu bildende gesetzliche oder auf Gesellschaftsvertrag oder Satzung beruhende Rücklagen und andere Gewinnrücklagen.

(§ 272 Abs. 3 HGB)

Gewinnschwelle

Die Gewinnschwelle (auch: Break-even-Point, Nutzenschwelle, Toter Punkt) ist der Beschäftigungsgrad, bei dem die Summe der Erlöse gleich der Summe aller Kosten ist.

Gläubiger

... Personen, denen andere Personen (= Schuldner) etwas schulden

GoB

Bei den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) handelt es sich um kodifizierte und nicht kodifizierte Normen zur Führung der Handelsbücher (Dokumentation) sowie zur Erstellung des Jahresabschlusses (Rechenschaftslegung) von Unternehmen.

Goldene Bilanzregel

Finanzierungsmittel und deren Verwendung sollen sich in ihrer Fristigkeit entsprechen  (Goldene Finanzierungsregel).

Daraus abgeleitet ergibt sich die Goldene Bilanzregel:

Langfristig gebundenes Vermögen (= Anlagevermögen + Eiserne Bestände) soll langfristig finanziert (= Eigenkapital + langfristiges Fremdkapital) sein.

Kurzfristig gebundenes Vermögen darf kurzfristig finanziert sein.

Goodwill

Unter dem Goodwill (Geschäfts- oder Firmenwert) versteht man die Gesamtheit aller Gewinnchancen, die in einem Unternehmen ruhen und die ein Erwerber über die Teilwerte der übrigen Wirtschaftsgüter hinaus einem Veräußerer vergüten würde.

Nach § 246 Abs. 1 Satz 4 HGB besteht für den Goodwill Aktivierungspflicht. Der Goodwill wird dem Anlagevermögen zugeordnet und gilt als zeitlich begrenzt nutzbarer Vermögensgegenstand. Die Abschreibung ist entsprechend der gewöhnlichen Nutzungsdauer vorzunehmen (§ 253 Abs. 3 Satz 2 HGB).

Graphologie

... Möglichkeit, aus der Handschrift Rückschlüsse auf den Charakter des Menschen zu ziehen

 

Günstigstes Angebot

Nach Durchführung der Bezugskalkulation diverser Anbieter wird der preisgünstigste Lieferant ausgewählt.

Güter

... alle Mittel, die der Bedürfnisbefriedigung dienen

Digitale Güter sind immaterielle Mittel zur Bedürfnisbefriedigung, die sich als Binärdaten entwickeln, vertreiben und anwenden lassen.

Die digitalen Güter (Informationen) unterscheiden sich von den materiellen Gütern (physische Güter) in mehrfacher Hinsicht.

 

Materielle Güter

Digitale Güter

Hohe Vervielfältigungskosten

Niedrige Vervielfältigungskosten

Wertverlust durch Gebrauch

Wertgewinn durch Gebrauch

Individueller Besitz

Vielfacher Besitz (möglich)

Wertverlust durch Teilung

Wertgewinn durch Teilung

Identifikations- und Schutzmöglichkeit

Probleme des Datenschutzes/Datensicherheit

Schwierige Verbreitung (Logistik)

Einfache Verbreitung

Preis/Wert leicht identifizierbar

Preis/Wert nur subjektiv bestimmbar

Kosten leicht identifizierbar

Kosten nur schwer identifizierbar

Preisbildungsmechanismus bekannt

Preisbildungsmechanismus meist unbekannt

Bestandsbewertung möglich

Bestandsbewertung problematisch

Theorien und Modelle verfügbar

Theorie- und Modelldefizit

Nach: WISU 2/06, S. 238

 

Handelsbriefe

... Geschäftsbriefe (z. B. Rechnungen)


Handelsregister

Erhöhte Transparenz und vereinfachte Veröffentlichung der Unternehmensdaten durch das elektronische Handels- und Unternehmensregister:

Seit dem 01.01.2007 gilt das "Gesetz über elektronische Handelsregister und Genossenschaftsregister sowie das Unternehmensregister" (EHUG).

Unternehmen können jetzt schneller und einfacher ihre Jahresabschlüsse beim elektronischen Bundesanzeiger veröffentlichen. In unkomplizierten Fällen sind die Unternehmensdaten innerhalb von drei Tagen elektronisch einsehbar. Die Kosten für die Offenlegung sind teilweise deutlich geringer als bislang. Nähere Informationen zur Offenlegung erhalten Sie unter

www.ebundesanzeiger.de.

Das Gesetz richtet sich an Kapitalgesellschaften, bestimmte Kapitalgesellschaften und Co. (GmbH und Co. KG), eingetragene Genossenschaften, große Personenhandelsgesellschaften, große Einzelkaufleute, Banken, Versicherungsunternehmen, große wirtschaftliche Vereine sowie große öffentlich-rechtliche Rechtsträger als Kaufleute.

Ob Ihr unternehmen zur Veröffentlichung verpflichtet ist und nähere Einzelheiten zu der elektronischen Offenlegung erfahren Sie unter: www.bmwi.de.

Herstellungskosten

... sind gemäß § 255 Abs. 2 Satz 1 HGB die Aufwendungen, die durch

  • den Verbrauch von Gütern und

  • die Inanspruchnahme von Diensten

  • für die Herstellung eines Vermögensgegenstandes,

  • seine Erweiterung oder

  • eine über seinen ursprünglichen Zustand hinausgehende wesentliche Verbesserung

entstehen.

 

Berechnung der Herstellungskosten nach Handelsrecht (§ 255 Abs. 2 HGB)

Einzelkosten

Materialeinzelkosten

Pflicht

Fertigungseinzelkosten

Sondereinzelkosten der Fertigung

Gemeinkosten

Materialgemeinkosten

Fertigungsgemeinkosten

Fertigungsbedingter Werteverzehr des Anlagevermögens

=  Wertuntergrenze

Allgemeine Verwaltungskosten

Wahlrecht

Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs

Aufwendungen für freiwillige soziale Leistungen

Aufwendungen für betriebliche Altersversorgung

Fremdkapitalzinsen (sofern zur Finanzierung der Herstellung eines Vermögensgegenstandes nach § 255 Abs. 3 HGB)

 

=  Wertobergrenze

 

Bei Forschungs- und Vertriebskosten besteht ein Aktivierungsverbot.

Hilfsstoffe

... Nebenbestandteile der Erzeugnisse (z.B. Schrauben, Leim, Dübel bei einem Möbelstück)
 

Höchstwertprinzip

... ist maßgebend für die Bewertung der Verbindlichkeiten auf der Passivseite der Bilanz.

Danach muss am Abschlussstichtag von zwei möglichen Werten (z. B. Anschaffungswert oder Tageswert) jeweils der höhere Wert angesetzt werden. 

homo oeconomicus

... Menschenbild in den Wirtschaftswissenschaften, das der italienische Soziologe Vilfredo Pareto im Jahre 1906 veröffentlichte. In der heutigen Lehre charakterisiert das Modell den Menschen als ein automatenhaftes Wesen, das in allen Lebenslagen rational agiert, seinen Gewinn maximiert und rein egoistische Entscheidungen fällt, das gierig und gefühlskalt ist und sich mathematisch berechnen lässt.

 

Jahrhunderte vor Pareto hatte bereits der englische Philosoph Thomas Hobbes (1588 - 1679) die böse Seite der menschlichen Natur betont. Unter dem Eindruck seiner Erfahrungen mit dem englischen Bürgerkrieg, prägte Hobbes den Satz: "homo homini lupus" - der Mensch ist des Menschen Wolf. Für den Briten har der chaotische "Naturzustand" das Übel, dem sich nur mit gesellschaftlichen Institutionen begegnen ließ, um aus einer Räuberhorde eine Zivilisation mit garantierten Grundrechten zu formen.

 

Adam Smith (1723 - 1790), ein Gründervater der Ökonomie, knüpfte bei seinem Landsmann an und gab der ganzen Sache einen positiven Dreh: Wenn jeder nur aus sein eigenes Wohl bedacht handle, dann fördere das wie von selbst die Wohlfahrt aller - die "unsichtbare Hand" des Marktes war geboren. Smiths Denken fand seinen Niederschlag im homo oeconomicus. Und am Ende kam der aalglatte Manager heraus, der Schicksale gegen Zahlen abwägt und unfehlbar, weil marktgerecht entscheidet.

 

Insbesondere den Geisteswissenschaften war der um den Bauch verkürzte Mensch schon lange ein Dorn im Auge. Auch Moraltheoretiker griffen ihn an. Thomas Nagel etwa argumentiert, dass die Ausrichtung des denkenden Menschen auf das Spätere, die Vorausschau, ihm das Relative seines eigenen Handelns vor Augen führe. Man begreife sich dadurch automatisch als ein Handelnder unter vielen Handelnden und das allein schon stoße die Tür zum Altruismus, zur Selbstlosigkeit, auf.

 

Auch der Hirnforscher Antonio Damasio wies in zahlreichen Experimenten nach, dass Menschen ohne Gefühle schlicht überhaupt nicht entscheiden.

 

Gerd Gigerenzer, Leiter des Berliner Max-Planck-Instituts und Autor des Buches "Bauchentscheidungen", wirbt für eine neue Sichtweise, die die Rationalität des Handelnden sehr eng begrenzt. Gigerenzers Beispiele sind einleuchtend:
Wenn den amerikanischer Baseballspieler einen Ball fangen will, dann berechnet er nicht Flugbahn oder Absprunggeschwindigkeit, wie er es als homo oeconomicus tun müsste. Er bedient sich einfacher, zielführender Heuristiken. Und diese Entscheidungsstrategien funktionieren ungefähr so: Der Fänger bleibt so lange in Bewegung, bis der Ball schnurstracks auf ihn zufliegt und bewegt sich dann so auf ihn zu oder von ihm weg, dass sein Blickwinkel zum Ball immer derselbe ist.

Quelle: PZ am Sonntag 16092007, Seite 17
 

Indossament
 

... ist ein Weitergabevermerk auf der Rückseite des Wechsels. Durch ein Indossament werden die Rechte aus dem Wechsel auf einen Dritten übertragen.

Instanz
 

... organisatorische Einheit mit Weisungsbefugnis

Inventar

... art-, mengen- und wertmäßiges Verzeichnis (Bestandsverzeichnis) aller Vermögens-gegenstände und Schulden eines Unternehmens zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Inventur

... art-, mengen- und wertmäßige Erfassung (Bestandsaufnahme) aller Vermögensgegenstände und Schulden eines Unternehmens zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Investition

... zielorientierte Kapitalbindung/Kapitalverwendung

Jahresabschluss

Der Jahresabschluss des Kaufmanns besteht gemäß § 242 Abs. 3 HGB aus der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung. Der Jahresabschluss der Kapitalgesellschaften besteht gemäß
§ 264 Abs. 1 Satz 1 HGB aus der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung und dem Anhang. Daneben ist auch ein Lagebericht aufzustellen.

Kalkulatorische Kosten

... sind

  • Kostenbestandteile, denen keine entsprechenden Ausgaben gegenüberstehen, die also zusätzlich berücksichtigt werden müssen (z. B. kalkulatorische Miete oder der kalkulatorische Unternehmerlohn);

  •  Kosten, die als Aufwendungen anfallen, aber für die Kalkulation auf die notwendige Höhe gebracht werden müssen (z. B. kalkulatorische Zinsen und kalkulatorische Abschreibungen).

Kapitalrücklage

Bei der Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 HGB handelt des sich um den Ausweis bestimmter Beträge, die der Unternehmung von außen zugeflossen sind, z. B. Agio (Aufgeld) bei der Ausgabe von Aktien).

Kaufmann

... ist, wer ein Handelsgewerbe betreibt (§ 1 Abs. 1 HGB) und/oder im Handelsregister eingetragen ist.

Nach der Neuregelung der Kaufmannseigenschaft unterscheidet das HGB n. F. folgende Arten von Kaufleuten:

 

Begriff

Erklärung

Istkaufmann

(§ 1 HGB)

Istkaufleute sind zur Eintragung ins Handelsregister, das bei den Amtsgerichten geführt wird, verpflichtet, wenn die Merkmale eines kaufmännisch eingerichteten Betriebes erfüllt sind. Bereits mit Beginn der Geschäftstätigkeit sind diese Unternehmen "Kaufleute". Die Eintragung ins Handelsregister ist nur rechtsbekundend (deklaratorisch).

Kannkaufmann

(§§ 2, 3 HGB)

Kannkaufleute können Kleingewerbetreibende (§ 2 HGB) und Land- oder Forstwirte (§ 3 HGB) sein, die sich ins Handelsregister eintragen lassen können. Die Eintragung ist rechtsbegründend (konstitutiv).

Fiktivkaufmann

(§ 5 HGB)

Kaufmann kraft Eintragung (Fiktivkaufmann) ist, wer ein Gewerbe betreibt und unter seiner Firma in das Handelsregister eingetragen ist, auch wenn er in Wirklichkeit gar kein Handelsgewerbe betreibt (Nichtkaufmann).

Formkaufmann

(§ 6 HGB)

Juristische Personen (z. B. Aktiengesellschaften, Gesellschaften mit beschränkter Haftung) sind Kaufleute kraft Rechtsform (Formkaufleute). Die Eintragung in das Handelsregister begründet (konstituiert) die Kaufmannseigenschaft.

 

Kirchensteuer

Die Kirchensteuer beträgt in Baden-Württemberg, Bayern, Bremen und Hamburg 8 % und in den sonstigen Bundesländern 9 % von der Lohnsteuer.
Die Kirchensteuer istunter Berücksichtigung der Kinderfreibeträge – einzubehalten, wenn in der Steuerkarte eine Religionszugehörigkeit für den Arbeitnehmer und ggf. seinen Ehegatten eingetragen ist. Gehören die Eheleute unterschiedlichen Religionsgemeinschaften an, wird die Kirchensteuer aufgeteilt.

KISS

KISS-Formel (engl.: Keep it Short and Simple) bedeutet: Halte es kurz und einfach!

Beispiele:
Kurze Sätze sind einfacher lesbar. Pro Information also ein Satz. Keine Schachtelsätze. Besser Verben (Tätigkeitswörter) nutzen statt Substantive (Hauptwörter). Wortendung "-ung" vermeiden. Nur gängige Abkürzungen verwenden: "z. B.", "d. h.", "bzw.", "usw."...

Konjunktur

... wirtschaftliche Lage/Entwicklung (z.B. eines Landes)
 

Kontenplan

Ein Kontenplan stellt die unternehmensspezifische Ausgestaltung eines Kontenrahmens dar. Nur die Konten, die im Unternehmen tatsächlich benötigt und geführt werden, werden in den Kontenplan  übernommen.

Kontenrahmen

... branchenspezifische systematische Organisations- und Gliederungspläne von Konten

Konto

Ein Konto (lat. conto = Rechnung) ist eine zweiseitige Rechnung, die auf getrennten Seiten Zugänge und Abgänge aufnehmen kann (ohne dabei Plus- und Minuszeichen zu verwenden). Nach Luca Pacioli (1445 - 1514) wird die linke Seite eines Kontos als Sollseite (Soll oder S) und die rechte Seite als Habenseite (Haben oder H) bezeichnet. Prinzipiell ist ein Konto eine kleine Bilanz, die die laufende Entwicklung eines Bilanzpostens aufzeigt.

Konzern

... ist ein Zusammenschluss von Unternehmungen, die rechtlich zwar selbstständig bleiben, die ihre wirtschaftliche Selbstständigkeit aber unter einer einheitlichen Konzernleitung verlieren.

Konzession

... ist das behördlich verliehene Recht, ein Unternehmen zu betreiben oder zur Benutzung bestimmter Einrichtungen (z. B. Apothekenrecht, Schankkonzession).

Korrespondenz

Dokument

Aufbau und Inhalt

Anfrage
  • Woher kenne ich die Anschrift?

  • Warum frage ich an?

  • Was möchte ich wissen?
    ...möglichst genaue Beschreibung der gewünschten Ware bzw. Leistung
    ...voraussichtliche Bezugsmenge
    ...eventuelle Lieferzeit
    ...Preis und Zahlungsbedingungen

  • Wen kann ich als Empfehlung (Referenz) angeben?

Bestellung
  • Grund für das Angebot
  • Preisliste oder ausführliche Angaben
  • Hinweis auf besonders empfehlenswerte Waren
  • Hoffnung auf Bestellung
Angebot
  • Bezug auf das Angebot, die Preisliste, die Zeitungsanzeige, die Empfehlung, den Vertreterbesuch usw.
  • Art und Güte der Ware genau beschreiben
  • Menge angeben
  • Zeit und Weg der Lieferung festlegen
  • Art der Bezahlung bestimmen
  • Sonderwünsche (Umtauschrecht, Rücksendungsrecht, Verpackung, Aufmachung usw.) angeben

Quelle: G. Gladigau/M. Thiel: Gutes Deutsch - Gute Briefe. Westermann

Kostenartenrechnung

Die Kostenartenrechnung beantwortet die Frage, welche Kosten entstanden sind.

Systematisch erfasst werden alle bei der Erstellung und Verwertung der Kostenträger (Leistungen) angefallenen Kosten.

Kostenbegriffe

 

Begriff

Symbol

Formel

Dimension

Erklärung

Gesamtkosten



K K = Kf + Kv
K = Kf + kv * x
€/Per ... bewerteter Verbrauch von Gütern und Dienstleistungen in einer Periode zur Erstellung betrieblicher Leistungen
Fixe Kosten

Kf Kf = const. €/Per ... produktionsunabhängige Kosten
Variable Kosten

Kv Kv = kv * x €/Per ... produktionsabhängige Kosten
Stückkosten

k k = K / x €/ME ... gesamte Durchschnittskosten
Fixe Stückkosten

kf kf = Kf / x €/ME ... fixe Durchschnittskosten
Variable Stückkosten

kv kv = Kv / x €/ME ... variable Durchschnittskosten
Grenzkosten

K' K' = dK / dx €/ME ... Kostenänderung bei Erhöhung der Produktion um eine Mengeneinheit

 

In Abhängigkeit von ihrer Zurechenbarkeit auf die Kostenträger sind zu unterscheiden:

 

Begriff

Erklärung

Einzelkosten





... Kosten, die direkt den Kostenträgern zugerechnet werden können

Beispiele:
Rohstoffkosten aufgrund von Konstruktionszeichnungen und
Materialentnahmescheinen;
Fertigungslöhne aufgrund von Zeitmessungen und Lohnscheinen
Gemeinkosten ... Kosten, die nicht direkt und nur mit Hilfe von Verteilungsschlüsseln über die Kostenstellenrechnung den Kostenträgern zugerechnet werden können

Beispiele:
Gehälter der Angestellten, Hilfslöhne, lineare Abschreibungen auf Gebäude und Maschinen

Kostenrechnung

Die Kostenrechnung befasst sich mit der Ermittlung und Auswertung der im Betrieb für die Erstellung von Erzeugnissen oder Leistungen entstandenen oder anzusetzenden Kosten.

Aufgaben der Kostenrechnung sind:

  • Kontrolle der Wirtschaftlichkeit,

  •  Kalkulation der betrieblichen Leistungen,

  •  Bereitstellung von Zahlenmaterial für dispositive Zwecke.

Kostenstellenrechnung

Die Kostenstellenrechnung basiert auf der Kostenartenrechnung. Nach der Erfassung der Kostenarten ist zu fragen, wo die Kosten angefallen sind. Folglich werden die Kosten auf die Orte ihrer Entstehung (Betriebsbereiche, Stellen) verteilt zwecks einer genaueren Zurechnung der Gemeinkosten auf die Kostenträger sowie einer verantwortungsbewussten Kostenkontrolle.

Kostenträgerrechnung

Die Kostenträgerrechnung verrechnet die Herstellkosten und die Selbstkosten, die bei der Erstellung von absatzfähigen oder innerbetrieblichen Leistungen angefallen sind, auf die Leistungseinheiten (Kostenträger). Also: Wofür sind die Kosten entstanden, d. h. für welche Leistung oder für welches Produktz?

Kredit

... die einem Wirtschaftssubjekt für eine gewisse Zeit von Dritten (Fremdkapital) gegen einen Preis (Zins) überlassenen Geldmittel (Geldkredit) oder Güter (Warenkredit).

Kündigungsfristen

Die Grundfrist nach dem Kündigungsschutzgesetz, die für Arbeitgeber und Arbeitnehmer gilt, beträgt:

 

vier Wochen zum 15. oder zum letzten eines Kalendermonats.

 

Tarifvertraglich oder einzelvertraglich (individueller Arbeitsvertrag) kann davon abgewichen werden.

 

Beispiel:

Eine Kündigung zum 31. Juli 01 muss dem Arbeitnehmer (oder dem Arbeitgeber) spätestens am 3. Juli 01 zugegangen sein.

Am 4. Juli 01 wäre eine Kündigung zum Monatsletzten nicht mehr möglich, da der Zeitraum zwischen dem Zugang der Kündigung und dem Kündigungstermin keine 28 Tage (= 4 Wochen x 7 Tage/Woche) mehr ausmacht.

 

Je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit verlängern sich die Kündigungsfristen:

 

Betriebszugehörigkeit

Kündigungsfristen
(jeweils zum Monatsende)

2 Jahre

1 Monat

5 Jahre

2 Monate

8 Jahre

3 Monate

10 Jahre

4 Monate

12 Jahre

5 Monate

15 Jahre

6 Monate

20 Jahre

7 Monate

 

Ausnahme:

In Betrieben mit maximal 20 Beschäftigten (ohne Auszubildende) darf vereinbart werden, dass in den ersten zwei Jahres des Arbeitsverhältnisses zu jedem Tag (also nicht nur zum 15. oder zum Ende eines Monats) mit einer vierwöchigen Frist gekündigt werden darf.

Für spezielle Personengruppen wie Schwangere, Elternzeitler oder Schwerbehinderte besteht ein besonderer Kündigungsschutz.

 

Merke:

Das Kündigungsschutzgesetz gilt nicht für Betriebe mit zehn oder weniger Beschäftigten.

Auszubildende zählen nicht mit, Teilzeitkräfte mit 0,5 oder 0,75 Köpfen - je nach wöchentlicher Stundenzahl.

Kundenorientierung

Kundenorientierung bedeutet, auf Menschen zuzugehen und sich um sie zu kümmern.

Ein Lächeln kostet nichts und bringt sowohl dem Kunden als auch dem Verkäufer eine bessere Stimmung.

In vielen Unternehmen gelten Kunden, die sich beschweren, als lästiges Übel. Dabei ist jede Reklamation eine perfekte Gelegenheit, den Kunden an sich zu binden.

 

Merke:
Wer zufrieden ist, erzählt sein positives Erlebnis sieben Mal weiter, ein unzufriedener im Schnitt zwölf Mal.

Kurswert

... ist der Preis, zu dem ein Wertpapier an einem bestimmten Tag an der Börse gehandelt wird.


Lean Management

Lean Prinzipien sind:

  •  Prozessorientierung
    Wie kann der Wertstrom in der Entwicklung verbessert werden?
     

  •  Kundenorientierung
    Welchen Nutzen braucht/will der Kunde wirklich?
     

  •  Qualität
    Wie können robuste Produkte in hoher Qualität entwickelt werden?
     

  •  Volumen
    Wie können Skaleneffekte in Produkten erzielt werden?
     

  •  Standardisierung
    Wie kann der geforderte Kundennutzen möglichst einfach realisiert werden?
     

  •  Wertekultur
    Wie kann die Kultur Lean Innovation vorantreiben?

Weitere Infos zum Thema unter www.lean-innovation.de.

Quelle: Handelsblatt, Nr. 184, B8, vom 24.09.07

Leasing

Leasing (engl. to lease = mieten, vermieten) ist die mietweise Überlassung von beweglichen (Mobilienleasing) oder unbeweglichen Sachen (Anlagen- oder Immobilienleasing) durch die Produzenten oder Leasinggesellschaften.

Oder kurz: Gebrauchsüberlassung eines Wirtschaftsgutes auf Zeit gegen Entgelt

 

Vorteile für den Leasingnehmer:

  • Keine hohen Anschaffungskosten wie beim Kauf der Gegenstände

  •  Neuester Stand der Technik durch Austausch der Anlagen

  •  Mietzahlungen sind steuerlich in voller Höhe absetzbar

Nachteil für den Leasingnehmer:

  • Relativ hohe Kosten, die an den Leasinggeber zur Amortisation der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, der Verwaltungskosten, der Risikoprämie und des Gewinns zu entrichten sind.

Leistung

... bewerteter Zugang von Gütern und Dienstleistungen der betrieblichen Tätigkeit in einer Periode (z. B. Verkauf von Fertigerzeugnissen).

Lieferantenkredit

... Lieferung einer Ware auf Ziel, das heißt, dem Kunden wird z. B. eine Zahlungsfrist von 30 Tagen eingeräumt. 

Lieferer, Lieferant

... Firma, von der die Sachgüter oder Dienstleistungen bezogen werden
 

Liquidation

... ist die freiwillige Auflösung einer Unternehmung.

Liquidität

Der Begriff Liquidität (lat. liquidus = flüssig) wird in doppelter Bedeutung gebraucht:

  • als Eigenschaft von Vermögensgegenständen, in Bargeld umgewandelt zu werden;

  • als Zahlungsbereitschaft eines Unternehmens.

Liquiditätskennzahlen

Mit den Liquiditätskennzahlen wird die Zahlungsbereitschaft des Unternehmens analysiert.

Bei der Liquidität ersten Grades (Barliquidität) werden die flüssigen (liquiden) Mittel (Barmittel,
z. B. Kasse, Bankguthaben) den kurzfristigen Verbindlichkeiten (kurzfristiges Fremdkapital, z. B. Lieferantenverbindlichkeiten), soweit sie in der Bilanz erscheinen, gegenübergestellt.

 

 Liquidität 1. Grades (in %) 
 =  Liquide Mittel * 100 % / Kurzfristige Verbindlichkeiten
 

Die Liquidität zweiten Grades (Quick Ratio) wird wie folgt berechnet:

 Liquidität 2. Grades (in %) 
 =  (Liquide Mittel + Kurzfristige Forderungen) * 100 % / Kurzfristige Verbindlichkeiten

 

Die Liquidität dritten Grades (Working Capital Ratio) wird wie folgt berechnet:

 Liquidität 3. Grades (in %) 
 =  Umlaufvermögen * 100 % / Kurzfristige Verbindlichkeiten

 

Erfahrungsregeln besagen, dass zur Aufrechterhaltung der Zahlungsbereitschaft eines Unternehmens

  • die Liquidität 1. Grades mindestens 10 %,

  • die Liquidität 2. Grades mindestens 100 % und

  • die Liquidität 3. Grades mindestens 150 %

 betragen soll.

Listenpreis

... der in einer Preisliste angegebene Preis.
Der Listenpreis dient als Grundlage für die Bezugskalkulation.

Lizenzen

Man versteht darunter die Überlassung der Verwertung von gewerblichen Schutzrechten gegen Entgelt.

Lohnsteuer

Die elektronische Lohnsteuerkarte

Papier war gestern. Die Zukunft der Lohnsteuerkarte ist elektronisch. Der Start der elektronischen Lohnsteuerkarte wurde wegen unerwarteter technischer Probleme bundesweit um ein Jahr auf den 01. Januar 2013 verschoben.
Mit der elektronischen Lohnsteuerkarte wird die bisherige Lohnsteuerkarte durch ein elektronisches Verfahren ersetzt. Ihr Arbeitgeber benötigt von Ihnen bestimmte Informationen (Steuerklasse, Kinder, Freibeträge und Religionszugehörigkeit), um Ihre Lohnsteuer berechnen und an das Finanzamt abführen zu können. Bisher diente die Lohnsteuerkarte dabei als Träger dieser Informationen. Ab dem Jahr 2013 sollen diese Informationen in einer Datenbank der Finanzverwaltung hinterlegt und Ihren Arbeitgebern elektronisch bereitgestellt werden. Umfangreiche Informationen finden Sie auf den Seiten zur Einführung der elektronischen Lohnsteuerkarte für Arbeitnehmer
oder Arbeitgeber.

Quelle: https://www.elster.de/  (Inhalt in einem neuen Fenster öffnen.)

Marketing

... systematische Ausrichtung aller unternehmerischer Aktivitäten auf den Markt
 

Markt

... Ort des Zusammentreffens von Angebot und Nachfrage
 

Marktbegriffe

 

Begriff

Erklärung

Marktkapazität
.. theoretische Obergrenze des Marktes, die jedoch rein hypothetisch bleibt
Marktpotenzial
... latente, realistisch maximale Aufnahmefähigkeit des Marktes unter Berücksichtigung eines Bodensatzes an Kaufverweigerern
Marktvolumen
... aktuelle, tatsächliche Größe eines Marktes hinsichtlich Menge und Wert
Absatz-/Umsatzpotenzial ... theoretische Obergrenze des Absatzes bzw. Umsatzes eines Unternehmens
Absatz-/Umsatzvolumen
... tatsächliche Größe des Absatzes bzw. Umsatzes eines Unternehmens auf einem Markt
Break-Even-Absatz
... die zur Kostendeckung mindestens erforderliche Menge für ein Unternehmen
Marktanteil

... Relation von Absatz-/Umsatzvolumen zu Marktvolumen, also der Anteil des eigenen Unternehmens am gesamten Markt, also:
Marktanteil (in %)  =  Unternehmensumsatz * 100 % / Marktvolumen
Marktsättigung

...Relation von Marktvolumen zu Marktpotenzial.
Sie zeigt an, inwieweit das Potenzial eines Marktes bereits durch alle Anbieter dort ausgereizt ist.
Marktdurchdringung

... Relation von Absatz-/Umsatzvolumen zu Absatz-/Umsatz-potenzial.
Sie zeigt an, inwieweit ein Unternehmen seine Möglichkeiten bereits ausgereizt hat.
Marktausschöpfung .. Relation von Absatz-/Umsatzpotenzial zu Marktpotenzial.
Sie ist ein Indikator für den langfristig möglichen Marktanteil eines Unternehmens.

 

Nach: Pepels: Marketing, S. 331

Marktformen

Märkte können folgende Angebots- und Nachfragestrukturen (Marktformen) aufweisen:

 

Marktformen

 Nachfrager

Anbieter

einer

(monopolistisch)

wenige

(oligopolistisch)

viele

(polypolistisch)

einer

(monopolistisch)

bilaterales Monopol

beschränktes
Nachfragemonopol

Nachfragemonopol

wenige

(oligopolistisch)

beschränktes
Angebotsmonopol

bilaterales Oligopol

Nachfrageoligopol

viele

(polypolistisch)

Angebotsmonopol

Angebotsoligopol

Polypol

 

Marktforschung

Marktforschung hat die Aufgabe, möglichst umfassende Informationen über das Marktgeschehen und das Unternehmensumfeld zu gewinnen. In diesem Umfeld (Konkurrenz, allgemeine wirtschaftliche Lage, Konsumentenverhalten der möglichen Kundengruppen) hilft sie dabei, die eigene Unternehmenssituation zu analysieren und zu bewerten. Diese Informationen bilden die Grundlage für die Absatzplanung von Produkten und für Dienstleistungen des Unternehmens.

 

Zur Informationsgewinnung stehen der Marktforschung grundsätzlich zwei Strategien zur Verfügung:

  • Field Research (Primärforschung, Feldforschung) und

  • Desk Research (Sekundärforschung, Marktforschung vom Schreibtisch aus).

 

Informationsquellen der Marktforschung

Field Research
(Primärforschung)

Desk Research
(Sekundärforschung)

Externe
Informationsquellen

> Kundenbefragungen

> Lieferantenbedingungen

> Befragung von Branchenexperten

> Beobachtung des Kaufverhaltens von Konsumenten

> Experimente, z. B. das Testen von Zeitschriftenanzeigen, Werbespots

> Amtliche Statistiken

> Verbandsinformationen

> Zeitungen, Zeitschriften

> Sonstige Veröffentlichungen

> Datenbanken

> Verbraucherpanels von Marktforschungsinstituten

Interne
Informationsquellen

> Befragung der Mitarbeiter
- Vertriebsmitarbeiter
- Mitarbeiter, die Reklamationen bearbeiten
- Messeberichte der Mitarbeiter

> Umsatzstatistik

> Schriftwechsel mit Kunden

> Kundendaten

> Daten der Kostenrechnung

> Daten der Buchhaltung

> Auftragseingangsstatistik

> Lagerbestände

> Betriebsstatistik

 

 

Mind Map

"Die Mind Map ist ein Ausdruck Radialen Denkens und somit eine natürliche Funktion des menschlichen Geistes. Sie stellt eine wirksame graphische Technik dar, einen Universalschlüssel für die Erschließung unseres Gehirnpotenzials. Die Mind Map kann in jedem Lebensbereich angewandt werden, in dem verbessertes Lernen und klareres Denken die menschliche Leistung erhöht.

 

Die Mind Map weist vier grundlegende Eigenschaften auf:

  • Der Gegenstand der Aufmerksamkeit kristallisiert sich ein einem Zentralbild.

  • Die Hauptthemen des Gegenstands strahlen vom Zentralbild wie Äste aus.

  •  Die Äste enthalten Schlüsselbilder oder Schlüsselworte, die auf einer mit dem Zentralbild verbundenen Linie in Druckbuchstaben geschrieben werden. Themen von untergeordneter Bedeutung werden als Zweige, die mit Ästen höheren Nieveaus verbunden sind, dargestellt.

  •  Die Äste bilden ein Gefüge miteinander verbundener Knotenpunkte."

Quelle:  Buzan, Tony/Buzan, Barry: Das Mind-Map-Buch, S. 59

Mind-Map-Gesetze

Die folgenden von Tony Buzan vorgeschlagenen Mind-Map-Gesetze und -Empfehlungen sollen der Ordnung dienen und nicht die geistigen Freiheiten und Fähigkeiten der Mind Mapper einschränken.

 

Mind-Map-Gesetze

Mind-Map-Techniken

Setzen Sie Betonung ein.

Verwenden Sie immer ein Zentralbild

Verwenden Sie Bilder in Ihrer gesamten Mind Map.

Verwenden Sie drei oder mehr Farben pro Zentralbild.

Verwenden Sie unterschiedliche Mehrdimensionalität in den Bildern.

Setzen Sie Synästhesie ein (Verschmelzung der Körpersinne).

Variieren Sie die Größe von Schriften, Linien und Bildern.

Sorgen Sie für geordnete Raumeinteilung.

Lassen Sie Zwischenräume frei.

Setzen Sie Assoziationen ein.

Verwenden Sie Pfeile, wenn Sie Verbindungen innerhalb und zwischen den Verästelungen herstellen wollen.

Verwenden Sie Farben.

Verwenden Sie Codes.

Bemühen Sie sich um Deutlichkeit.

Schreiben Sie nur ein Schlüsselwort pro Linie.

Schreiben Sie alle Wörter in Druckbuchstaben.

Schreiben Sie die Schlüsselwörter auf Linien.

Ziehen Sie die Linie so lang wie das Wort.

Verbinden Sie die Linien miteinander.

Ziehen Sie die Zentrallinien sinngemäß dicker.

Lassen Sie Ihre Begrenzungen Ihre Verästelungskonturen "umarmen".

Gestalten Sie Ihre Bilder so klar wie möglich.

Legen Sie Ihr Blatt horizontal vor sich hin.

Schreiben Sie möglichst senkrecht.

Entwickeln Sie Ihren persönlichen Stil.

Mind-Map-Gestaltung

Setzen Sie Hierarchien ein.

Setzen Sie eine numerische Ordnung ein.

 

Quelle:  Buzan, Tony/Buzan, Barry: Das Mind-Map-Buch, S. 96

 

Mind-Map-Empfehlungen

Durchbrechen Sie Ihre geistigen Blockaden

Fügen Sie leere Linien hinzu.

Stellen Sie Fragen.

Fügen Sie Bilder hinzu.

Halten Sie sich vor Augen, dass Ihre Assoziationsfähigkeit unbegrenzt ist.

Nutzen Sie Verstärkungsmechanismen Schauen Sie sich Ihre Mind Maps zur Wiederholung nochmals an.
Führen Sie schnelle Mind-Map-Kontrollwiederholungen durch.
Bereiten Sie sich vor Bereiten Sie sich geistig vor. Entwickeln Sie eine positive geistige Einstellung.
Kopieren Sie Bilder.
Lassen Sie sich nicht entmutigen.
Widmen Sie sich dem Absurden.
Gestalten Sie Ihre Mind Map so schön wie möglich.
Benutzen Sie hochwertige Materialien.
Sorgen Sie für optimale Arbeitsbedingungen. Sorgen Sie für eine vernünftige Zimmertemperatur.
Arbeiten Sie möglichst bei Tageslicht.
Sorgen Sie für viel frische Luft.
Möblieren Sie das Zimmer entsprechend.
Schaffen Sie eine angenehme Umgebung.
Spielen Sie passende Musik ab oder arbeiten Sie in Stille, wenn Sie das bevorzugen.

 

Quelle:  Buzan, Tony/Buzan, Barry: Das Mind-Map-Buch, S. 105

Nachfrage

... alle erfüllten Wünsche (z.B. Kauf von Gütern)

 Die folgende Abbildung zeigt das Beispiel einer linearen Nachfragefunktion.

 

 

Annahme (über das Verbraucherverhalten):

Wenn der Preis für ein bestimmtes Gut sinkt (von p1 nach p2), steigt die nachgefragte Menge
nach diesem Gut (von x
1 nach x2).

Analog nimmt die Nachfrage für ein bestimmtes Gut ab, wenn der Preis für dieses Gut steigt.

Nennwert

... ist der bei einem Wertpapier aufgedruckte Betrag (z. B. 100 Euro).

Niederstwertprinzip

... besagt ganz allgemein, dass am Bilanzstichtag von mehreren möglichen Wertansätzen (z. B. Anschaffungskosten oder Tageswert) grundsätzlich der niedrigere Wert anzusetzen ist.

Offene Posten

Eine rationelle Form der Kontokorrentbuchhaltung ist die Offene-Posten-Buchhaltung. Die Aufgabe, den Unternehmer jederzeit über den Stand seiner Außenstände und Verbindlichkeiten zu unterrichten, wird durch eine geordnete Ablage der nicht ausgeglichenen Rechnungen
(= offene Posten) sichergestellt.

Ökonomisches Prinzip

Das Spannungsverhältnis (Konflikt) zwischen den unbegrenzten Bedürfnissen und den knappen Gütern zwingt die Wirtschaftssubjekte (Haushalte, Unternehmen, Organisationen) zu wirtschaftlichem Handeln (Bild).

 

 

Bild:  Ausprägungsformen des Ökonomischen Prinzips (i. w. S.)

Nach dem allgemeinen Vernunftprinzip  (Rationalprinzip) ist ein Handeln wirtschaftlich, das nach dem ökonomischen Prinzip (Wirtschaftlichkeitsprinzip) erfolgt. Kennzeichnend für das ökonomische Prinzip ist eine wirtschaftliche, vernünftige Verhaltensweise. Die Nichtbeachtung des ökonomischen Prinzips bei der Gütererzeugung, Güterverteilung und beim Güterverbrauch führt zur Verschwendung knapper Ressourcen.

 

Wir unterscheiden drei Ausprägungsformen (Varianten) des ökonomischen Prinzips:

 

Ökonomisches Prinzip

Input
(Mitteleinsatz)

Output
(Zielerreichung)

Minimumprinzipt (Minimalprinzip)

variabel

konstant

Maximumprinzip (Maximalprinzip)

konstant

variabel

Extremumprinzip (Optimalprinzip)

variabel

variabel

Open Source

Bei Open Source hat jedermann Zugang zu dem Quelltext eines Programms und darf dieses beliebig verändern und weiterentwickeln. Voraussetzung ist, dass der Nutzer seine Leistung wieder der Entwicklergemeinschaft kostenlos zur Verfügung stellt.

Pflegeversicherung

Die Pflegeversicherung wurde 1995 als fünfte Säule der Sozialversicherung eingeführt, um die Kommunen zu entlasten. Sie hatten bis dahin diejenigen Pflegebedürftigen mit Sozialhilfe unterstützen müssen, deren Rente o.ä. nicht ausreichte, um die hohen Pflegekosten allein aufbringen zu können.

Die Pflegeversicherung ist ähnlich organisiert wie die Krankenversicherung: Träger der Pflegekassen sind die Krankenkassen. Wer gesetzlich krankenversichert ist, zahlt 0,85 Prozent seines Bruttoeinkommens als Pflegeversicherungsbeitrag. Den gleichen Satz zahlt der Arbeitgeber. Kinder sind kostenlos mitversichert. Wer keine Kinder hat, muss seit dem vergangenen Jahr 0.25 Prozent seines Einkommens in die Pflegekasse einzahlen.

Freiwillig versicherte Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen haben die Wahl, ob sie die Pflegeversicherung über ihre "Gesetzliche" laufen lassen oder eine Police bei einem Privatunternehmen abschließen. Privat Krankenversicherte müssen sich privat pflegeversichern, wobei die Anbieter Kinder ebenfalls kostenlos mitversichern müssen.

Die gesetzliche Pflegeversicherung schrieb in den vergangenen sieben Jahren jeweils rote Zahlen. Die Defizite wurden aus der Finanzreserve gedeckt, die in der Startphase der Pflegeversicherung angesammelt wurde und Ende 2005 noch drei Milliarden Euro betrug.

Von "http://www.wirtschaftswiki.de/index.php?title=Pflegeversicherung"

 

Planungsrechnung

... Führungs- und Steuerungssystem, das die fortlaufende, quantitative Erfassung des Unternehmensprozesses sowie die Abstimmung der einzelnen Teilpläne umfasst.

Projekt

Projekte sind Vorhaben, die im Wesentlichen durch Einmaligkeit der Bedingungen in
ihrer Gesamtheit gekennzeichnet sind, wie z.B. Zielvorgabe, zeitliche, personelle oder
andere Begrenzungen, Abgrenzung gegenüber anderen Vorhaben und eine projektspezifische
Organisation. (Definition nach DIN 6990)

Somit weist ein Projekt z, B. folgende Merkmale auf:

  • Einmaligkeit, Komplexität, Zielvorgabe,

  • Zeitliche, personelle, finanzielle oder sachliche Begrenzungen,

  • Projektspezifische Organisationsform.

  • Interdisziplinäres Handeln.

 

Der Erfolg (Ziel) eines Projekts wird durch die Faktoren

  • Qualität,

  • Kosten und

  • Zeit

bestimmt.

 

Im Rahmen eines Projekts sind diese Faktoren voneinander abhängig und konkurrieren miteinander (höchster Grad der Zielerreichung bei minimalem Einsatz projektspezifischer Ressourcen).




Bild:  Magisches Dreieck des Projektmanagements

Produktion

... Kombination von Produktionsfaktoren zur Erstellung betrieblicher Leistungen (Sachleistungen, Dienstleistungen)

Produktionsfaktoren

... Elemente des Produktionsprozesses

Aus volkswirtschaftlicher/gesamtwirtschaftlicher (makroökonomischer) Sicht unterscheiden wir folgende Produktionsfaktoren:

  • Boden (Natur),

  • Arbeit (menschliche Arbeitsleistung),

  • Kapital (produzierte Produktionsmittel),

  • Bildung (Wissen). 

Nach E. Gutenberg bzw. W. Kern/A.-W. Scheer können die betriebswirtschaftlichen/einzelwirtschaftlichen (mikroökonomischen) Produktionsfaktoren wie folgt eingeteilt werden:

 

Betriebswirtschaftliche Produktionsfaktoren

nach

Gutenberg

Elementarfaktoren

Ausführende Arbeit

Betriebsmittel

Werkstoffe

Dispositiver Faktor

Betriebs- und Geschäftsleistung

Planung

Betriebsorganisation

nach
Kern/Scheer
Menschliche
Arbeitsleistung
Dispositive Arbeitsleistung
Objektbezogene Arbeitsleistung
Betriebsmittel
Be- und Verarbeitungs-
objekte
Nicht materielle Vorleistungen
Werkstoffe
Durchlaufobjekte
Zusatzfaktoren Direkte Dienstleistungen Dritter
Indirekte Unterstützungsleistungen
Umweltbeanspruchung
Information

 

Prozess

... objektbezogene, inhaltlich abgeschlossene, zeitliche und sachlogische Folge von Aktivitäten

 

Prüfungen

Prüfungen meistern

Mündlich:

  • Mündliche Prüfungen vorher schon üben: entweder alleine laut sprechen oder vor Publikum.

  •  Laut denken! Sie müssen keine fertigen Ergebnisse vorweisen. Die mündliche Prüfung ist ein Gespräch.

  •  Lieber nicht zu knapp, sondern ausführlich auf die Fragen antworten. Auf eigene Spezialgebiete und Gedanken hinweisen und damit im besten Falle die Prüfung zu einem Fachgespräch machen.

  •  Fragen Sie nach, wenn Sie eine Frage nicht verstanden haben.

Schriftlich:

  •  Bereiten Sie sich gut auf die Art der jeweiligen Klausur vor: Multiple Choice ist etwas völlig anderes als Aufsätze schreiben.

  • Lesen Sie die Aufgaben mehrmals durch. Verschaffen Sie sich einen Überblick und achten Sie auf verdeckte Hilfestellungen in den Fragen, die Sie dann für die Antworten nützen können.

  • Mit den für Sie einfachen Aufgaben anfangen, dann erst zu den schwierigen übergehen. Auf diese Weise lassen sich auch psychische Blockaden vermeiden.

Quelle: DIE WELT, 9.11.06, S. W2

Rabatt

... Preisnachlass für Sachgüter und Dienstleistungen, der aus verschiedenen Gründen gewährt wird

Rechnungs-abgrenzungsposten

... sind keine Vermögensgegenstände oder Schulden, sondern bilanzierungspflichtige Korrekturtatbestände zur zeitraumrichtigen Periodenabgrenzung.

Rechnungswesen

... System zur Ermittlung, Darstellung und Auswertung von Zahlen über die gegenwärtigen und zukünftigen wirtschaftlichen Tatbestände und Vorgänge im Betrieb.

 

Die Unterschiede zwischen den beiden adressatenbezogenenen Bereichen des betrieblichen Rechnungswesens (externes/internes Rechnungswesen) können der nachstehendenden Tabelle entnommen werden:

 

Merkmal

Externes Rechnungswesen

Internes Rechnungswesen

Teilbereiche

Finanzbuchhaltung (Buchführung)

Kosten- und Leistungsrechnung

Betriebliche Statistik

Betriebliche Planungsrechnung

Adressaten

Kapitalgeber, Staat, Kunden, Lieferanten, Belegschaft, Gewerkschaften, Öffentlichkeit

Unternehmensführung, Leitung

Aufgaben

Abbildung der finanziellen Beziehungen des Unternehmens zu seiner Umwelt.

Vergangenheitsorientierte Information, Dokumentation und Rechenschaftslegung

Abbildung wirtschaftlicher Zahlungs-ströme im Unternehmen

Planung, Steuerung und Kontrolle des Betriebsprozesses

Vorschriften

Explizite handels- und steuerrechtliche Vorschriften (z.B. HGB, AktG, EStG, AO)

Keine expliziten Vorschriften

Zeitbezug

Vergangenheitsbezogen

Vergangenheits- und zukunftsbezogen

Werttypen

Istwerte

Istwerte, Sollwerte bzw. Planwerte

 

Register

So funktioniert das neue Register

Wen trifft's?

Von der Pflicht zur elektronischen Veröffentlichung sind alle Kapitalgesellschaften, GmbH & Co. KGs, sehr große Personengesellschaften und sehr große Einzelhandelskaufleute betroffen. Sie müssen ihre Jahresabschlüsse beim Bundesanzeiger einreichen, nicht mehr wie früher beim Registergericht. Der Kreis offenlegungspflichtiger Unternehmen ist derselbe wie früher, auch Art und Umfang der Unterlagen haben sich nicht geändert. Weitere Informationen unter:

www.bmj.bund.de/ehug.

 

Wann geht's los?

Die Jahres- oder Konzernabschlüsse müssen spätestens zwölf Monate nach dem Abschlussstichtag beim elektronischen Bundesanzeiger www.bundesanzeiger.de  eingereicht werden. Am 1. Januar 2008 müssen also die Abschlüsse von 2006 vorliegen. Die Daten fließen in das ebenfalls neu eingerichtete www.unternehmensregister.de.

Dieses elektronische Unternehmensregister soll alle wesentlichen Unternehmensdaten (Handelsregistereintragungen, Jahresabschlüsse, Bekanntmachungen) umfassen und steht jedem zur Nutzung kostenfrei zur Verfügung.

Die Kosten für die Publizierung variieren zwischen 50 und 70 Euro. Müssen die Unterlagen erst digitalisiert werden, berechnet der Bundesanzeiger bis zu 600 Euro.

 

Quelle: Handelsblatt, Di, 20.11.07, Nr. 224, Unternehmen & Märkte, S. 13

Rentabilität

Allgemein setzt die Rentabilität (auch: Rendite) die absolute Größe Erfolg (z.B. Gewinn, Jahresüberschuss, ordentliches Betriebsergebnis, Cash Flow, Bruttogewinn) in Beziehung zu einer Basisgröße (z.B. Eigenkapital, Fremdkapital, betriebsnotwendiges Vermögen).

 

Der Bruttogewinn (auch: EBIT = Earnings Before Interest and Taxes) entspricht der Summe aus Gewinn (vor Steuern) und Fremdkapitalzinsen.

 

 Bruttogewinn (in €) 
 =  Gewinn + Fremdkapitalzinsen

 

Der Fremdkapitalzinssatz (statistisches Mittel ca. 4 % bis 11 %) wird wie folgt ermittelt:

 Fremdkapitalzinssatz (in %) 
 =  Fremdkapitalzinsen * 100 % / Fremdkapital

 

Die Eigenkapitalrentabilität (die im statistischen Durchschnitt bei ca. 20 % bis 30 % liegt) und die Gesamtkapitalrentabilität werden wie folgt berechnet:

 Eigenkapitalrentabilität (in %) 
 =  Gewinn * 100 % / Eigenkapital

 

 Gesamtkapitalrentabilität (in %) 
 =  (Gewinn + Fremdkapitalzinsen) * 100 %  / (Eigenkapital + Fremdkapital)

 

Bei der Gesamtkapitalrentabilität (auch: ROI = Return on Investment) steht Im Nenner die Kapitalgröße (GK = EK + FK), im Zähler steht die Erfolgsgröße (Gewinn + FKZ), die den Kapitalgebern als Entgelt für die Kapitalbereitstellung zusteht. Das ist für die Eigenkapitalgeber der Gewinn und für die Fremdkapitalgeber der vertraglich vereinbarte Fremdkapitalzins (FKZ).

 

 Umsatzrentabilität (in %) 

 =  Bruttogewinn * 100 % / Umsatz

 

 ROI (in %) 
 =  (Bruttogewinn * 100 % / Umsatz) * (Umsatz / Gesamtkapital)        
 =            Umsatzrentabilität            *       Kapitalumschlag

 

Roboter, Robotik

... Roboter, selbständiges, programmierbares, elektromechanisches Gerät, das in der Industrie und wissenschaftlichen Forschung für jeweils eine spezielle Aufgabe oder eine begrenzte Anzahl von Aufgaben eingesetzt wird. Roboter stellen eine Unterkategorie von Automaten dar (siehe Automation). Obwohl keine generell anerkannten Kriterien existieren, die Roboter von anderen Automaten unterscheiden, werden Roboter als vielseitiger und anpassungsfähiger (oder umprogrammierbar) angesehen als weniger leistungsfähige Geräte. Sie bieten den Vorteil, feststehende Routineaufgaben schneller, kostengünstiger und an gesundheitsgefährdenden Orten durchzuführen.

Das Konzept von Robotern geht weit in die Vergangenheit zurück. Diese Automaten tauchen auch in Uhrwerkfiguren mittelalterlicher Kirchen auf. Im 18. Jahrhundert wurden einige Uhrmacher berühmt durch die von ihnen gebauten, komplizierten mechanischen Figuren. Heutzutage bezeichnet der Begriff Roboter oft mechanische Geräte, die rein darauf beschränkt sind, Bewegungen von Lebewesen nachzuahmen. Einige dieser Roboter, die z. B. in der Werbung und Unterhaltung eingesetzt werden, sind mit Funksteuerung ausgestattete Automaten.

Der Begriff Roboter stammt von dem tschechischen Wort robota, das so viel wie „Zwangsarbeit” bedeutet. Er wurde zuerst 1921 in dem Stück R.U.R. (Rossum’s Universal Robots, deutscher Titel: Werstands Universal-Roboter) des tschechischen Romanschriftstellers und Dramatikers Karel Čapek verwendet. Čapek beschreibt in seinem Stück ein mechanisches Gerät, das wie ein Mensch aussieht, aber aufgrund der fehlenden menschlichen Seele nur automatische, mechanische Tätigkeiten ausführen kann. Im weiteren Verlauf des Stückes zeigten die Roboter jedoch weitergehende Fähigkeiten, bis sie schließlich ihre Erbauer überwältigten und töteten – ein immer wiederkehrendes Thema in der Sciencefictionliteratur. Als Androiden bezeichnet man im Allgemeinen menschenähnliche Figuren, die zum Teil aus biologischem Material zusammengesetzt sind.

Die ursprüngliche Idee von Robotern lag in dem Bestreben, einige oder alle Arbeitsschritte in der Fabrikation zu automatisieren. Die ersten Geräte dieser Art begann man im 18. Jahrhundert in der Textilindustrie zu bauen. Einige Webstühle aus jener Zeit wurden von gelochten Papierstreifen gesteuert. Mit dem Beginn der industriellen Revolution baute man Fabrikationsstätten, die einen höheren Automatisierungsgrad für wiederholte Arbeitsschritte am Fließband hervorbringen sollten. Bis zur Erfindung des Computers in den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts und der fortschreitenden Miniaturisierung von Computerbauteilen waren leistungsfähige Roboter, wie sie heutzutage in der Industrie anzutreffen sind, nicht möglich. Einer der ersten echten Roboter war ein Experimentalmodell mit dem Namen SHAKEY, der von den Forschern am Standford Research Institute (USA) in den späten sechziger Jahren entworfen wurde. Er konnte einzelne Bausteine aufstapeln, wobei eine Fernsehkamera als visueller Sensor diente. Die Informationen verarbeitete der Roboter mit Hilfe eines kleinen Computers.

Danach versuchten Ingenieure, roboterähnlichen Geräten sinnvollere Aufgaben beizubringen. Mitte der siebziger Jahre finanzierte die amerikanische Firma General Motors ein Entwicklungsprogramm, bei dem der Forscher Victor Scheinman des Massachusetts Institute of Technology einen von ihm erfundenen motorgetriebenen „Arm” verbesserte, um den so genannten „Programmable Universal Manipulator for Assembly” (PUMA: programmierbarer Universalmanipulator für die Fertigung) zu produzieren. Die entstandenen PUMAs markieren den Beginn des Zeitalters der Roboter.

Heutige Computer sind mit einem oder mehreren kleinen Mikroprozessoren ausgerüstet. Diese werten jene Daten aus, die durch verschiedene Sensoren aus der Umgebung aufgenommen werden. Durch das Prinzip der Rückkopplung (siehe Kybernetik) können Roboter in einem gewissen Maß ihre Funktionsweise dem veränderten Verhalten ihrer Umgebung anpassen. Der wirtschaftliche Einsatz von Robotern ist weithin verbreitet, einerseits durch die steigende Automation in den Fabriken und andererseits durch ihre grundlegende Bedeutung in vielen Laborprozessen. In jüngster Zeit sind Versuche unternommen worden, Echolotsysteme als Orientierungseinheit für frei bewegliche Roboter einzusetzen.

In Deutschland nimmt die Zahl der eingesetzten Industrieroboter zu. So spielen Roboter beispielsweise in der Montagetechnik, der Handhabungstechnik und der Automatisierung eine zunehmend wichtige Rolle. An vorderster Front in der Ausnutzung der Robotertechnologie steht Japan.


Drei Gesetze der Robotik

Der amerikanische Naturwissenschaftler und Universalgelehrte Isaac Asimov formulierte drei Gesetze der Robotik. Zunächst gedacht für die Science-Fiction-Romane, die er neben seinen Forschungsarbeiten schrieb, wurden sie im Laufe der Jahre zum Leitfaden für die moderne Robotik:

  1. Ein Roboter darf kein menschliches Wesen verletzen oder zulassen, dass einem menschlichen Wesen Schaden zugefügt wird.
     

  2. Ein Roboter muss dem Befehl gehorchen, der ihm vom Menschen gegeben wurde, es sei denn, der Befehl kollidiert mit Regel Nummer eins.
     

  3. Ein Roboter muss seine Existenz schützen, solange er dadurch nicht Regel eins oder zwei verletzt.

Rohstoffe

... sind z. B. Holz, Leder, Kautschuk, Bleche, Kunststoffe. Sie gehen als wesentliche Bestandteile (Hauptbestandteile) in ein Erzeugnis ein und haben den Charakter von Einzelkosten.

 

Beispiel:

 

 

Bild:  Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft als Hauptwerkstoff für Naturholzmöbel

Rollgeld

... ist das an einen Rollfuhrunternehmer (z. B. Spediteur) für den Transport von Gütern zu entrichtende Entgelt.

Rückstellungen

... sind Schulden, die dem Grunde nach feststehen bzw. höchstwahrscheinlich sind und als Aufwand in die abgelaufene Rechnungsperiode gehören, deren Höhe und Fälligkeit am Bilanzstichtag aber noch nicht bekannt sind.

Saldierungsverbot

Aktivposten (z. B. Forderungen) dürfen nicht mit Passivposten (z. B. Verbindlichkeiten) aufgerechnet (saldiert) werden. 

Schönheit

Schönheit ist nach Kant "interesseloses Wohlgefallen".

Der erste Blick ist verdammt wichtig. Er entscheidet, ob zwei Menschen zueinander finden. "Wer auf den ersten Blick rein optisch nicht unsere Kriterien erfüllt, hat in der Folge kaum eine Chance, unsere Aufmerksamkeit zu bekommen", sagt Bernhard Fink, Evolutionsbiologe an der Universität Göttingen.

Schuldner

... Personen, die anderen Personen (Gläubiger) etwas schulden.
 

Schuldwechsel

... sind Wechselverbindlichkeiten

  • aus der Annahme gezogener Wechsel (Tratten) oder

  • aus der Ausstellung eigener Wechsel (Solawechsel).

Shareholder

... die Eigentümer einer Organisation (z. B. die Aktionäre einer Kapitalgesellschaft)
 

Skonto

... Preisnachlass, der den Käufern von Sach- und Dienstleistungen bei Zahlung des Rechnungsbetrages innerhalb einer angegebenen kurzen Frist gewährt werden

 

Beim Skonto handelt es sich um einen prozentualen Preisnachlass, der bei Zahlung innerhalb einer bestimmten Frist auf den Brutto-Rechnungsbetrag gewährt wird. Indem ein Lieferant seinen Kunden eine Skontofrist einräumt, möchte er diese dazu veranlassen, die erhaltene Ware oder Dienstleistung schneller zu bezahlen. Ein Beispiel: „2% Skonto bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen oder 30 Tage netto“ (also ohne Skonto). Dies bedeutet, der Lieferant gewährt einen Nachlass von 2% dafür, dass die Rechnung 20 Tage früher beglichen wird.

Der Vorteil für den Lieferanten
Der Vorteil für den Lieferanten liegt vor allem in der Verbesserung der eigenen Liquidität, also darin, dass er aufgrund des früheren Zahlungseingangs gegebenenfalls anfallenden, eigenen Zahlungsverpflichtungen schneller nachkommen kann. Besonders in Situationen, in denen sich Liquiditätsengpässe abzeichnen und eine kurzfristige Steigerung der Liquidität notwendig ist, kann es sinnvoll sein, seine Kunden durch kurze Zahlungsziele und verhältnismäßig hohen Skontoabzug zum raschen Begleichen der Rechnung zu bewegen. Entsprechende Einbußen durch den gewährten Preisnachlass stehen zumeist in keinem Verhältnis zur drohenden Gefahr der Zahlungsunfähigkeit, so dass der Liquiditätssicherung stets die größte Aufmerksamkeit zukommen sollte.

Der Vorteil für den Kunden
Natürlich profitiert nicht nur der Skontierende selbst von der früheren Zahlung, im Gegenteil: Das Einhalten der Skontofrist und der damit verbundene Preisnachlass lohnen sich für den Kunden in den meisten Fällen sogar dann, wenn er einen Kontokorrentkredit in Anspruch nehmen müsste, um die Rechnung vorzeitig zu begleichen. Wie kann das sein?

Die Antwort liegt im Vergleich des Zinssatzes des Kontokorrentkredits (p.a.) mit dem effektiven, also ebenfalls auf das Jahr umgerechneten Zinssatz des Skontos. Solange dieser über dem Zinssatz des Kontokorrentkredits liegt, ist es sinnvoll, den Skontoabzug zu nutzen, da die Ersparnis durch den Skontoabzug größer ist als die für den Kontokorrentkredit anfallenden Zinsaufwendungen. Es ist also in der Regel günstiger, die Kreditlinie bei der Hausbank in Anspruch zu nehmen, als das Zahlungsziel voll auszunutzen und die Rechnung ohne Abzug von Skonto zu begleichen. Dabei muss jedoch gewährleistet sein, dass über den entsprechenden Betrag eine Kreditlinie besteht und diese nicht unvereinbart überschritten wird.

Aber auch in einem anderen Fall kann sich die Inanspruchnahme eines vom Lieferanten angebotenen Skontoabzugs auszahlen: So ist es beispielsweise auch dann überlegenswert, den Skontoabzug zu nutzen, wenn zur vorzeitigen Bezahlung der Rechnung anderweitig zinsbringend angelegte Barmittel herangezogen werden und dabei auf die dafür anfallenden Guthabenzinsen verzichtet wird. Solange der Jahreszinssatz des Skontos über dem Guthabenzinssatz liegt, machen Sie mit dem Skontoabzug in jedem Fall das bessere Geschäft.

Machen Sie die Rechnung!
Mit dem praktischen Online-Skontorechner auf dem Serviceportal www.softwarepaket.de können Sie ganz einfach selbst die Rechnung machen: Anhand der Eingabe des Zinssatzes Ihres Kontokorrentkredits sowie der konkreten Skontobedingungen einer Rechnung werden automatisch der effektive Jahreszinssatz ermittelt und berechnet, ob es sich in diesem Falle lohnen würde, eine Kreditlinie zur vorzeitigen Bezahlung der Rechnung in Anspruch zu nehmen.
Alternativ können Sie dort auch den Guthabenzinssatz Ihrer angelegten Barmittel (Sparkonten, Festgeldkonten etc.) eingeben, um diesen mit dem Zinssatz des Skontos zu vergleichen.

 

SOA

... serviceorientierte Architektur
Aus einem großen Programm werden viele kleine Services oder Dienste entwickelt. Einzelne Services lassen immer wieder neu unternehmensspezifisch - ähnlich einem Puzzle - zusammensetzen.

Solidaritätszuschlag

Der Solidaritätszuschlag wird seit dem 1.1.1998 erhoben und beträgt 5,5 % der zu erhebenden Lohnsteuer unter Berücksichtigung der Kinderfreibeträge.
Er wird allerdings erst erhoben, wenn die Lohnsteuer bei monatlicher Berechnung in der Steuerklasse III den Betrag von 162 EUR und bei Steuerklassen I, II und IV bis VI den Betrag von 81 EUR übersteigt. Zusätzlich sind noch Freibeträge zu berücksichtigen, die aber in den Lohnsteuertabellen bereits eingearbeitet sind.

Sozialversicherungsbeitrag

Die Sozialversicherung umfasst die Krankenversicherung (KV), Rentenversicherung (RV), Arbeitslosenversicherung (ALV) und Pflegeversicherung (PV).
Die aktuellen Beitragssätze zur Kranken-, Pflege- und Rentenv ersicherung können in der Linkliste recherchiert werden.
Die Beiträge zur Unfallversicherung (Berufsgenossenschaft) sind vom Arbeitgeber allein aufzubringen.

Stakeholder

... die zum sozioökonomischen Kontext einer Organisation (z. B. Unternehmung) gehörenden Anspruchsgruppen (z. B. Mitarbeiter, Lieferanten, Kunden, Kapitalmärkte sowie der Staat und die Öffentlichkeit), deren Bedürfnisse und Interessen die Organisation berücksichtigen muss.

Standortcheck

GEOVISTA-Standortcheck der Deutschen Post hilft als Online-Tool bei der Standortsuche und erstellt seriöse Geschäftsprognosen per Mausklick.

 

Quelle: http://www.deutschepost.de/de/g/geovista/geodaten.html

Stelle

Unter einer Stelle versteht man

  • die kleinste organisatorische Einheit eines Betriebes/einer Unternehmung oder

  • die Zusammenfassung mehrerer (Teil-) Aufgaben zu dem Aufgabenbereich einer Person.

Stille Reserven

... sind in den Bilanzen enthalten, und zwar in Höhe der Differenz zwischen den Buchwerten und den tatsächlichen Werten.

Team

... zeitlich befristete (temporäre) Organisationseinheit, deren Mitglieder innovative Aufgaben interaktiv bearbeiten

Telefonieren

Zehn goldene Regeln zum Telefonieren

  1. Nehmen Sie spätestens nach dem dritten Klingeln das Gespräch an.

  2. Legen Sie für sich und Ihre Mitarbeiter eine einheitliche Begrüßung am Telefon fest, damit der Kunde Ihr Unternehmen erkennt, egal wer das Gespräch annimmt.
    Bei eingehenden Gesprächen sollten Sie immer erst den Namen des Betriebes und dann den eigenen Namen nennen.
    Rufen Sie einen Kunden an, gilt die Regel: "Guten Tag, Frau Müller. Mein Name ist Susi Sommer." Begrüßen Sie also erst den Anrufer, idealerweise mit seinem Namen, nennen Sie dann Ihren eigenen Namen (mit Vornamen) und dann den Namen des Betriebes, denn das zuletzt Genannte bleibt eher in Erinnerung.

  3. Lächeln Sie am Telefon, denn auch das hört bzw. merkt der Anrufer.

  4. Sitzen Sie gerade beim Telefonieren, denn auch die Haltung kommt beim Gesprächspartner (wenn auch unbewusst) an.

  5. Machen Sie sich unbedingt Notizen zu Telefonat. Dazu gehören Datum und Uhrzeit, der Name des Anrufenden, der Grund des Anrufs, seine Telefonnummer, evtl. die Adresse und E-Mail sowie die Abmachung, die getroffen wurde.

  6. Minimieren Sie Hintergrundgeräusche, zum Beispiel Radio, Maschinen und Unterhaltungen im Büro.

  7. Sprechen Sie klar und deutlich und passen Sie Ihre Lautstärke sowie das Sprachtempo dem des Gesprächspartners an.

  8. Vermeiden Sie Fachchinesisch, damit sich der Kunde nicht belehrt fühlt und versuchen Sie, sich auf kurze und präzise Sätze zu beschränken.

  9. Stellen Sie sich auf den Kunden ein. Redet er viel, lassen Sie ihn möglichst reden. Redet er wenig, stellt aber viele fachliche Fragen, geben Sie ihn kurz und präzise die Informationen, die er haben möchte. Passen Sie auch das Sprachtempo dem Kunden an. Redet er sehr schnell, bringt es ihn in Rage, wenn Sie langsam sprechen.

  10. Vermeiden Sie folgende Wörter/Redewendungen:
    - Eventuell
    - Sicherlich
    - Ich würde / Ich könnte
    - Ich versuche
    - Aber
    - Leider
    - Das tut mir leid
    - Vielleicht
    - Eigentlich
    - "Der Kollege ist zurzeit nicht am Platz."
    - "Kann ich etwas ausrichten?"
    - "Kann Herr Müller zurückrufen?" bzw. "Können Sie später wieder anrufen?"
    - "Da bin ich überfragt." bzw. "Da bin ich nicht zuständig!"
    - "Ich versuche mein Bestes und sage Ihnen so schnell wie möglich Bescheid!"

    Sagen Sie besser:
    - Ich werde
    - Ich kann
    - Ich sorge dafür
    - Bestimmt
    - Sie können sich darauf verlassen
    - "Der Kollege ist in zehn Minuten wieder da. Wie kann ich Ihnen helfen?"
    - "Womit kann ich Ihnen weiterhelfen?" bzw. "Was kann ich für Sie tun?" bzw. "Was kann ich notieren?"
    - "Können wir zurückrufen oder möchten Sie sich später noch einmal melden?" Dann kann der Kunde entscheiden, was für ihn günstiger ist!
    - "Das werde ich klären und melde mich dann gleich wieder bei Ihnen." bzw. "Da ist mein Kollege Fachmann. Ich verbinde Sie mit Herrn Müller."
    - "Ich informiere mich und werde Sie in spätestens einer halben Stunde zurückrufen." Wenn Sie eine Zeit versprechen, müssen Sie sie auch einhalten.

Quelle: Deutsches Handwerksblatt Nr. 9/06, S. 6;
weitere Infos im Internet: www.handwerksblatt.de

Trend

... langfristiger Wachstumspfad
 

Umlaufvermögen

Im Umkehrschluss zur Definition des Anlagevermögens in § 242 Abs. 2 HGB sind dem Umlaufvermögen alle Vermögensgegenstände zuzurechnen, die Abschlussstichtag bestimmt sind, nicht dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen.

Bei Umlaufgegenständen handelt es sich um Verbrauchsgüter, d.h., es liegt eine Einmalnutzung durch Verbrauch, Verwertung oder Veräußerung vor.

Umsatz

... Summe der mit den Verkaufspreisen bewerteten Absatzmengen oder Dienstleistungen eines Unternehmens während einer Abrechnungsperiode

Unfertige Erzeugnisse

... sind noch nicht zum Verkauf geeignete Produkte, für die jedoch durch Be- oder Verarbeitung bereits Aufwendungen (Löhne, Gemeinkosten usw.) entstanden sind (z. B. in Ausführung befindliche Bauaufträge eines Bauunternehmens).

Unfertige Leistungen

... sind "in Arbeit befindliche Aufträge" oder die "nicht abgerechneten Leistungen" von Dienstleistungsunternehmen.

Unternehmen

... sind als sozio-technische Systeme Bestandteile der Gesamtwirtschaft, die in Beziehung zu den Märkten treten.

Ziel jeder Unternehmung ist die Erstellung von Leistungen (Produkte und/oder Dienstleistungen) im Rahmen eines wirtschaftschlichen Prozesses.

Verbindlichkeiten

... sind die am Bilanzstichtag der Höhe und Fälligkeit nach feststehenden Verpflichtungen des Unternehmens.

Vorräte

Zu den Vorräten zählen nach § 266 Abs. 2 HGB die

  • Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe,

  • unfertigen Erzeugnisse, unfertigen Leistungen,

  • fertigen Erzeugnisse und Waren,

  •  geleisteten Anzahlungen.

Waren

... sind Handelsartikel fremder Herkunft, die ohne wesentliche Be- oder Verarbeitung weiterveräußert werden, gegebenenfalls Verkauf als Zubehör in Verbindung mit selbsterstellten Produkten (z. B. Autoradios als Zubehör bei Automobilen).

Wasser

So berechnen Sie Ihren persönlichen Wasserbedarf:

Die Trink-Formel lautet:

Körpergewicht (kg) x 40 ml = Flüssigkeitsbedarf pro Tag

Rechen-Beispiel:
Körpergewicht 65 (kg) x 40 ml = 2.600 ml
Bei einem Gewicht von 65 Kilo benötigt der Körper also 2,6 Liter Wasser am Tag.

Tipp:
Nach Ausdauersport, in klimatisierten Räumen oder an heißen Tagen sollte das Körpergewicht sogar mit 50 ml multipliziert werden.

Wechsel

... ist eine Urkunde, durch die eine Person (Bezogener) verspricht, an einem bestimmten Tag (Verfalltag) einen bestimmten Betrag (Wechselsumme) an eine im Wechsel genannte Person (Zahlungsempfänger oder Remittent) zu zahlen.

Besitzwechsel sind Wechselforderungen. Sie liegen vor, wenn wir selbst Zahlungsempfänger (Remittent) sind.

Schuldwechsel sind Wechselverbindlichkeiten

  • aus der Annahme gezogener Wechsel (Tratten) oder

  •  aus der Ausstellung eigener Wechsel (Solawechsel).

Werbung

Weniger Text

Welche Empfehlungen sich aus der Hirnforschung für Werbung und Marketing ableiten?

 

  • Die klassische AIDA-Formel, Werbung müsse Aufmerksamkeit erregen, ist durch die Ergebnisse der Hirnforschung widerlegt.
    95 % der täglich rund 3000 empfangenen Werbebotschaften werden unbewusst wahrgenommen.

  • Daraus folgt: Werbung muss emotional wirken, etwa durch den Einsatz aussagekräftiger Bilder und Farben.
    Ausführliche Texte, die Vorzüge eines Angebots detailliert erklären, gehen oft am Kunden vorbei. Er braucht länger, um sie zu verarbeiten.
    Generell gilt aber: Je
    teurer ein Produkt, desto mehr rationale Argumente muss die Kundenansprache liefern.

  • Werbung ist effektiv, wenn sie eine Geschichte zum Produkt erzählt. Das episodische Gedächtnis des Menschen ist besonders aufnahmebereit.

  • Das Gehirn ist auf soziale Kontakte programmiert. Deshalb spielen Gesichter in der Werbung eine große Rolle. Autos sieht man in Anzeigen besonders oft von vorn. Sie erinnern dann an ein Gesicht.

  • Werbung kann sich der Umgebung anpassen. So hat Coca-Cola erfolgreich unter dem Motto "Group Hug" mit geselligen Motiven in der U-Bahn geworben. In öffentlichen Verkehrsmitteln fühlen sich die Fahrgäste tendenziell einsam.

  • Wenn der Name des Produkts am Anfang eines Werbespots zu sehen ist, bleibt er besser im Gedächtnis haften.

  • Rabattschilder wirken. In einem Versuch des Instituts Life & Brain entschieden sich die Probanden auch dann für ein Produkt, wenn es nicht das günstigste war. Grund: Die Auszeichnung verringert die Aktivität jenes Teils des Gehirns, der impulsives Handeln unterdrückt.

  • In Befragungen geben Kunden oft nicht die Motive an, die sie wirklich zum Kauf eines Produkts bewegen. Effektive Marktforschung muss deshalb tiefer schürfen und auch dieses verborgenen Entscheidungstreiber ermitteln.

  • Da Marken das Selbstbild eines Konsumenten prägen, wirken abrupte Wechsel in der Ansprache besonders verstörend.
    Als abschreckendes Beispiel hierfür nennen Experten den Versuch der Zigarettenmarke
    Camel, auch Frauen als Kunden zu gewinnen. Nachdem die Werbung über Jahre sehr männliche Motive bedient hatte, tauchte dort Anfang der Neunzigerjahre auf einmal ein Plüschkamel auf. Von diesem Flop hat sich die Marke bis heute nicht erholt.

 

Quelle: Wirtschaftswoche Nr. 51/06, S.76

Wertpapiere

... sind Urkunden, die Rechte an einem Vermögen verbriefen. Die Ausübung des Rechts ist an den Besitz der Urkunde gebunden. Börsenmäßig gehandelte Wertpapiere nennt man Effekten.

Wirtschaft

... ist der Inbegriff aller Einrichtungen und Maßnahmen, die der menschlichen Bedürfnisbefriedigung dienen.

 

Beispiel:

 

 

 

Bild:  Vielfältges Warenangebot eines Teehauses

Zieleinkaufspreis

... Differenz zwischen dem Listenpreis und dem vom Lieferer gewährten Rabatt

 
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